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Jetzt ist wieder gut Kirschen essen

Von Ulrike Griessl, 06. Juni 2024, 00:04 Uhr
Jetzt ist wieder gut Kirschen essen
Ob roh oder als Kuchen oder in Marmeladen verarbeitet – Kirschen schmecken in jeder Form. Bild: RUSLAN GUZOV

"Mit dem ist nicht gut Kirschen essen" – mit diesen Worten werden gern unfreundliche Menschen charakterisiert, mit denen es schwierig ist, gut auszukommen. Die Redewendung stammt laut Überlieferung aus dem Mittelalter, als Kirschbäume in unseren Breiten noch selten und ausschließlich in den Gärten von Adeligen oder sehr gut betuchten Bürgern zu finden waren. Und wie alles, das selten oder neu ist, herrschte ein reges Interesse an den kleinen süßen Früchten. Daher luden stolze Besitzer von Kirschbäumen gern zu Gartenfesten, bei denen das Steinobst angeboten wurde. Gelegentlich sollen sich dabei auch ungeladene Gäste eingeschlichen haben. Wurden sie entdeckt, soll es üblich gewesen sein, die Eindringlinge so lange mit Kirschkernen zu bespucken, bis sie das Weite suchten. So soll die Redewendung entstanden sein: "Mit dem ist nicht gut Kirschen essen."

Viele Sorten

Heute sind Kirschen nicht mehr nur der Oberschicht vorbehalten, und es gibt das Steinobst auch in mehreren Varianten. Süß- und Sauerkirschen sind die zwei Hauptsorten, außerdem gibt es diverse Kreuzungen. Bei den Süßkirschen sind die Herz- und die Knorpelkirsche bekannte Vertreter. Die Herzkirsche zeichnet sich durch eine saftige und weichfleischige, die Knorpelkirsche durch eine eher festere Fruchtkonsistenz aus. Zu den Sauerkirschen zählen beispielsweise die Weichsel und die Schattenmorelle. Je nach Sorte wachsen die Früchte rund, oval, ei- oder herzförmig. Die Farben der Früchte variieren von Gelb über Hell- und Dunkel- bis Schwarzrot.

Hauptanbaugebiet von Kirschen ist in Österreich die Steiermark, in Oberösterreich werden in Scharten mehr als 20 verschiedene Kirschensorten angebaut.

Ernten sollte man Kirschen unbedingt reif, weil sie nicht nachreifen. Da sie zudem rasch verderben, eignen sie sich nicht zum langen Lagern. Im Kühlschrank können sie maximal zwei bis drei Tage aufbewahrt werden.

Pflücken sollte man die kleinen roten Früchte, sobald sie eine kräftige, glänzende Farbe haben. Süßkirschen müssen tiefrot bis fast schwarz sein, Sauerkirschen leuchtend rot. Ob Kirschen frisch sind, erkennt man daran, ob ihre Stiele grün und biegsam sind.

Kirschkerne dürfen nicht gegessen werden, denn sie enthalten giftige Blausäure. Das Fruchtfleisch der Kirschen ist jedoch sehr gesund. Es hat den höchsten Eisengehalt aller Obstsorten und ist damit bei Eisenmangel, aber auch bei niedrigem Blutdruck empfehlenswert. Kirschen zeichnen sich zudem durch ihren hohen Gehalt an Kalium, Kalzium und sekundären Pflanzenstoffen aus.

Süßkirschen und Weichseln unterscheiden sich in ihren Inhaltsstoffen ein wenig. Die süßen Vertreter haben naturgemäß einen höheren Zuckergehalt und damit mehr Kalorien (63 kcal/100 g) als Weichseln (53 kcal/100 g). Beim Vitamingehalt sind die Unterschiede minimal, nur der Gehalt an Carotinoiden ist bei Weichseln deutlich höher als bei Süßkirschen.

Bauchweh durch Kirschen?

Ein Mythos über Kirschen, der sich hartnäckig hält, soll hier noch aufgeklärt werden: Es heißt, dass die Kombination von Kirschen und Wasser Bauchschmerzen verursachen soll. Laut Forschung stimmt das nicht. Die Annahme stammt aus einer Zeit, in der sich noch viele Keime und Bakterien im Wasser tummelten, die das Obst im Magen zum Gären brachten. Da das heute nicht mehr der Fall ist, kann man ohne Bedenken Kirschen naschen und Wasser dazu trinken.

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Autorin
Ulrike Griessl
Redakteurin Leben und Gesundheit
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