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Kultur

Jan Josef Liefers nach einem Tag auf der Intensivstation: "Alle ungeimpft"

09. Oktober 2021 00:04 Uhr

Jan Josef Liefers nach einem Tag auf der Intensivstation: "Alle ungeimpft"
Jan Josef Liefers im Video für die Aktion "#allesdichtmachen"

Der deutsche Schauspieler reagiert auf Kritik an der Aktion "#allesdichtmachen".

Im Frühjahr hatte sich der deutsche Schauspieler Jan Josef Liefers ("Tatort") an der umstrittenen Videoaktion "#allesdichtmachen" beteiligt, mit der rund 50 Schauspieler ihrem Ärger über die Corona-Maßnahmen der Politik in Deutschland, Österreich und der Schweiz Luft machten. Nach heftiger Kritik an der Aktion stellte der Schauspieler in Aussicht, auf einer Intensivstation "mitzuarbeiten". In einem Streitgespräch mit dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte Liefers, er habe sich bei der Gegenaktion "#allemalneschichtmachen" angemeldet. Die Medizin-Bloggerin "Doc Caro" hatte die Schauspieler aufgerufen, für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten.

"Dem Tod näher als dem Leben"

Nach dieser Erfahrung hat Jan Josef Liefers jetzt mit teils drastischen Worten von seinem Besuch auf einer Corona-Intensivstation berichtet. "Alle Covid-Patienten hier auf Intensiv waren schwer erkrankt, dem Tod näher als dem Leben. Alle jung, von 28 bis 48 Jahre alt. Alle ungeimpft", schrieb der 57 Jahre alte "Tatort"-Star in einem Gastbeitrag, der am Freitag bei "bild.de" zu lesen war. "Auch die beiden hochschwangeren Frauen, deren Kinder per Not-OP geholt wurden und leben, während die Mütter es nicht geschafft haben, wie ich inzwischen weiß."

Liefers’ Angaben zufolge liegt sein Einsatz als "Praktikant" bereits zwei Wochen zurück. "Helfen konnte ich nicht viel, nur beim Umlagern konnte ich mich nützlich machen, eingepackt in zusätzliche Schutzkleidung, mit FFP2-Maske und einer Art Taucherbrille auf den Augen." Warum es manche so schwer treffe, sei noch unklar, schrieb Liefers. "Allerdings, da waren sich Pfleger wie Ärzte einig, wäre keiner hier gelandet mit einer Impfung."

Direkt zum Impfen aufrufen wollte der Schauspieler nicht: "Ist das nun doch ein Impfaufruf? Tja, was soll ich sagen? Ich befürworte die Impfung Erwachsener, absolut klarer Fall. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge, ich erzähle nur meine Geschichte. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst." Seinem Beitrag bei "bild.de" lässt sich entnehmen, dass er sich einen mRNA-Impfstoff verabreichen ließ.

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