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Kultur

Familien-Wahn im Videochat

03. Mai 2021 00:04 Uhr

Familien-Wahn im Videochat
Elektra (Campestrini)

"Elektra" – das ist ein Titel, der an Oper (nach Strauss) denken lässt. Für die Netzbühne des Landestheaters jedoch reduzierte Regisseurin Nele Neitzke den Dramentext "Elektra" von Hugo von Hofmannsthal.

Allein das Darben "der Jungen" stand bei der Sprechtheater-Premiere (30. April) im Fokus des wüsten, antiken Stoffes.

Diese fand live und rein virtuell statt. Dabei schaute man in die Augen von Elektra (Isabella Campestrini), ihrer Schwester Chrysothemis (Sofie Pint) und kurz in die von Bruder Orest (Friedrich Eidenberger). Ihr Vater ist tot, im Schloss feiern die Neo-Eltern, die Mutter und der "Neue". Das meiste davon blieb der Fantasie überlassen. Der Computerbildschirm zeigte die in die Isolation verfrachteten Töchter im Videochat. Campestrini und Pint kippen frontal beleuchtet in eine Wahnwelt zwischen Wunsch nach Zerstörung (Elektra) und Normalität (Chrysothemis) und entfachen eine gute, teils sehr starke Replik auf das Homeoffice-Zeitalter. (nb)

Fazit: Spannungsreiche digitale Umarmung, das Finale sollte sich noch klarer abzeichnen.

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