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Kultur

Eine Bestie im Tarnanzug der Wissenschaft

16. Januar 2020 00:04 Uhr

Eine Bestie im Tarnanzug der Wissenschaft
Karin Schmid

Das Zweipersonenstück "Mengele", das am Dienstag in der Linzer Kunstgalerie bb15 seine Premiere erlebte, lässt die Bestie überleben.

Er wurde nie gefasst, für seine schrecklichen Menschenexperimente im KZ Auschwitz musste sich der Mediziner Josef Mengele nie verantworten. Er starb 1979 im Alter von 68 Jahren beim Schwimmen vor der Südküste Brasiliens (Bertioga) an einem Schlaganfall. Über Italien, Argentinien und Paraguay war Mengele nach São Paulo geflüchtet.

Das Zweipersonenstück "Mengele" in englischer Sprache, das am Dienstag in der Linzer Kunstgalerie bb15 seine Premiere erlebte, lässt die Bestie beim Baden überleben. Mengele wird von einer mystischen Frau gerettet, mit ihr kommt er ins Gespräch.

Der Brite Tim Marriott, der unter anderem mit der BBC-Fernsehserie "The Brittas Empire" (52 Folgen) bekannt wurde, verwandelt Mengele großartig vom Forscherprinzipien reitenden Überlebenden zu einem Fanatiker, der Ordnung in die Evolution der menschlichen Spezies bringen wollte. Er ist der Teufel, dem nun der Todesengel Azrael (die Linzer Schauspielerin Karin Schmid/Bild) den Prozess macht. Eine verstörende und erhellende Stunde in leicht verständlichem Englisch, die als mobile Produktion auf dem Lehrplan von Schulen stehen sollte. (pg)

Schauspiel: "Mengele", Linzer Kunstgalerie bb15, Premiere: 14. Jänner. Termin: 17. 1. GUGG Braunau, 20 Uhr, Karten: 07722/65692.

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