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Kultur

Die vertonte Liebe

24. Juli 2020 00:04 Uhr

Die vertonte Liebe
Willi Resetarits

BAD SCHALLERBACH. Resetarits und Basbaritenori waren beim Musiksommer.

Willi Resetarits und die A-cappella-Truppe Basbaritenori pfeifen auf Grenzen – in einem wunderbaren Mix aus Balladenton, Jazz und Pop kommen alte Weisen der Burgenlandkroaten über die Bühne. Diese Musik einer Minderheit, die über fünf phantastische Vollblutkünstler ihre eigene Ausdrucksweise findet, war am Mittwoch beim Bad Schallerbacher Musiksommer zu erleben.

Gesungen wird vornehmlich über die Liebe. Je wehmütiger, desto besser. Das geht mitten ins Herz und dabei lacht der Schmäh die liebestraurigen Augen an. Resetarits ist eine Legende, wenn er alles in die Töne legt, was sein spitzbübisches wie weises Gemüt empfindet. Und was ihm die vier Sänger dazu an Harmonik und Klang aufbauen, das lässt sich suchen. Wunderbar austariert in Intonation und Färbung; fein schräg wird angesetzt, wenn es an jazzige Dissonanzen geht, und exquisit nobel, wenn es schlicht sein soll.

Dazwischen plaudert Resetarits und tischt so manche Episode auf, die zwischen Leben und Tod angesiedelt ist – oder darüber hinaus. Ein Schmunzeln ist immer dabei – und doch geht es ums Ganze. Man kann vom besten Liebeslied aller Zeiten sprechen, wenn Resetarits sein "Alanech fia dii" nach H.C. Artmann einwendig auspackt. Töne, die in vielerlei Hinsicht Ränder berühren und in ihrer Feinheit Grenzen aushebeln. Die Helden von Basbaritenori wissen dies meisterhaft zu begleiten.

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