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Kultur

Die verbindende Kraft der "Inntöne"

Von Von Günther Gröger „grox“ (Fotos) und Karin Schütze (Text)   01. August 2021 16:29 Uhr

Die verbindende Kraft der „Inntöne“

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DIERSBACH. Paul Zauners Jazz-Festival lockte von Freitag bis Sonntag zahlreiche Gäste nach Diersbach im Innviertel. 

Wie eine bunt schimmernde Schlange schmiegt sich die Kolonne parkender Autos in die Innviertler Hügel. „Einschlagen, zurück, zurück!“ Die freiwillige Feuerwehr leistet zuvorkommend Einparkhilfe. Von Wien bis Regensburg – die Pkw-Kennzeichen zeugen von teils weiten Wegen, die viele der unzähligen Gäste auf sich genommen haben, um Paul Zauners Inntönen auf seinem Biobauernhof in Diersbach im Innviertel zu lauschen.

Auch die Jugend spielt auf

Aus St. Pölten sind etwa die beiden frischgebackenen Maturanten Sebastian Held und Arthur Entenfellner angereist. „Wir hören einfach mega-gern Musik“, nicht auf Youtube, sondern zunächst „auf dem Plattenspieler von der Oma“ – „Help“ von den Beatles im Originaldruck. „Das hat sich dann in Richtung Jazz entwickelt“, den beide am liebsten live hören. „Hier ist eine gute Möglichkeit dazu.“

Die verbindende Kraft der „Inntöne“
"Ich bin seit einem Jahr ein massiver Jazz-Fan und will mehr live hören. Hier ist eine gute Möglichkeit dazu. Mein Lieblingsmusiker ist John Coltrane." – Sebastian Held (li.) mit Arthur Entenfellner, St. Pölten

Besonders in der gelösten Atmosphäre, die über der im Schachbrettmuster gemähten Wiese liegt. Jeder findet genug Platz, um es sich gemütlich zu machen. Sessel gibt es vor Ort. Doch die meisten sind Selbstversorger: Liegestühle werden aufgebaut, Sitzsäcke aufgeblasen. Manchen genügt ihr Yogakissen, um in den Jazzklängen zu schwelgen. Oft mit geschlossenen Augen, wie Paul Zauner, der mitten unter seinen Gästen Platz nimmt, nachdem er alle persönlich begrüßt hat: „Genießen Sie den Augenblick, den Moment!“ Eine Einladung, der man sich gar nicht entziehen kann.

Die verbindende Kraft der „Inntöne“
Inntöne-Leiter Paul Zauner begrüßt seine Gäste persönlich: "Genießen Sie den Augenblick!"

Es sind viele besondere Augenblicke, die das Gesamterlebnis der „Inntöne“ ausmachen: Während sich die Klänge den Weg vom Ohr ins Herz bahnen und die Rhythmen jenen in die Zehenspitzen, schweift das Auge über die saftig grünen Hügel – und manchmal fragend gen Himmel, wo Sonne und Wolken ihr Wechselspiel aus Licht und Schatten treiben.

Die Scheune erweist sich nicht nur als trockener Zufluchtsort in der Not: In den Pausen gibt dort die Jugend den Ton an, etwa die junge Kombo „Jumping Jungle“ – mit Temperament, Elan und Hingabe, wie sie den großen Meistern um nichts nachsteht.

Eine große Inntöne-Familie

Im Innenhof ist für das leibliche Wohl gesorgt, von gegrillten Freilandhenderln über Bioschweinsbraten bis zu veganen Köstlichkeiten. Alle Zeltgäste stimmen ein, als eine Tafelrunde ihr Geburtstagskind „Miriam“ hochleben lässt. Die Besucher der Inntöne sind zu einer großen Familie geworden.

Die verbindende Kraft der „Inntöne“
"Wir sind seit 20 Jahren immer wieder einmal hier wegen der guten Musik, von der wir uns jedes Jahr überraschen lassen, und der entspannten Stimmung hier. Es ist einfach immer wieder nett." – Gabi Pühringer, Gallneukirchen
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