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Kultur

Deutscher Buchpreis: Fünf Bücher aus Österreich auf der Longlist

25. August 2021 00:04 Uhr

Franzobel
Franzobel

Der Vöcklabrucker Schriftsteller Franzobel ist mit seinem historischen Roman "Die Eroberung Amerikas" nominiert.

Fünf Autoren aus Österreich – Franzobel, Norbert Gstrein, Monika Helfer, Peter Karoshi und Ferdinand Schmalz – haben Chancen auf den Deutschen Buchpreis 2021. Ihre Bücher finden sich auf der 20 Titel umfassenden Longlist. Heuer hatten 125 Verlage 197 Romane eingereicht, ein neuer Rekord. Die sechs Titel der Shortlist werden am 21. September veröffentlicht. Der Sieger, der sich über 25.000 Euro freuen darf, wird am 18. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet. Das sind die fünf österreichischen Kandidaten:

Franzobel: "Die Eroberung Amerikas" (Zsolnay, 540 Seiten, 26,80 Euro) Lustvoll überschreitet der gebürtige Vöcklabrucker Franzobel in seinem historischen Roman über die erfolglose Florida-Expedition des Abenteurers Hernando de Soto im 16. Jahrhundert "die Grenzen zum Grauslichen und Unkorrekten", wie die OÖN schrieben. Das gefiel auch der Buchpreis-Jury.

Norbert Gstrein: "Der zweite Jakob" (Hanser, 448 Seiten, 25,70 Euro) Zu den lästigen Erscheinungen des Prominentseins zählt das Auftauchen von Biografen. So passiert es auch jenem Schauspieler, den Norbert Gstrein in seinem zweiten Roman zum Protagonisten seiner Lebensbeichte macht.

Ferdinand Schmalz: "Mein Lieblingstier heißt Winter" (Fischer, 192 Seiten, 22 Euro) Dramatiker und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz hat mit "Mein Lieblingstier heißt Winter" einen so kauzig-komischen wie raffinierten Debütroman vorgelegt. Darin begibt sich der 36-jährige Steirer auf eine abgründige Tour quer durch die österreichische Gesellschaft.

Monika Helfer: "Vati" (Hanser, 176 Seiten, 20,60 Euro) Im Mittelpunkt von "Vati" stehen Monika Helfers Vater sowie ihr eigenes Aufwachsen. Die Vorarlbergerin legt eine berührende und mit viel Herzblut erzählte Geschichte vor.

Peter Karoshi: "Zu den Elefanten" (Leykam, 208 Seiten, 21 Euro) In unaufgeregtem Ton erzählt der Wiener Historiker die poetische Geschichte von Theo, der eine Vater-Sohn-Wanderung unternimmt. Zu den weiteren Nominierten zählen prominente Autoren wie Christian Kracht ("Eurotrash"), Felicitas Hoppe ("Die Nibelungen") oder Heinz Strunk ("Es ist immer so schön mit dir"). Nominiert sind aber etwa auch der Roman "Vater und ich", in dem die Berlinerin Dilek Güngör die Annäherung einer Tochter an ihren Vater, der als Gastarbeiter in den 70ern aus der Türkei nach Deutschland kam, beschreibt, oder die Düsseldorferin Mithu Sanyal, deren Erstling "Identitti" die Identitäts-Debatte anheizte.

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