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Kultur

Der Osterhase kommt mit Maiduft

19. April 2019

Der Osterhase kommt mit Maiduft

Wie schön! In den milden Ecken des Landes blühen die ersten Maiglöckchen.

Ein spätes Osterfest, ein geniales Frühjahr, und schon steht der Blühkalender kopf: Schon jetzt sind in milden Ecken des Landes die ersten Maiglöckchen aufgeblüht – eine Pflanze, die Jahr für Jahr begeistert: Ist es der Duft, die Wuchskraft oder sind es die zarten Blüten? Es ist vermutlich von allem ein wenig.

Das Maiglöckchen ist als Frühlingsbote überall bekannt und findet sich als Zierpflanze in vielen Gärten. Wild ist es heimisch in Europa, Kleinasien, China, Japan und Nordamerika. Die kleinen, meist weißen Blüten sind glockenförmig und bilden mit fünf bis 13 Blüten eine Traube. Unverwechselbar ist auch ihr Duft.

Aber Vorsicht: Vor allem die Blüten, aber auch alle anderen Pflanzenteile enthalten herzwirksame Glykoside, die stark giftig wirken. Besonders gefährlich sind die roten Früchte des Maiglöckchens, die im Spätsommer locken. Aber auch die Blätter sind nicht ohne. Liebhaber von Bärlauch seien hier gewarnt: Immer wieder kommt es zu schweren Vergiftungen, wenn die sehr ähnlich aussehenden Maiglöckchenblätter anstelle des Bärlauchs gesammelt werden. (Neben den noch viel gefährlicheren Blättern der Herbstzeitlosen!)

Liebes- und Glückssymbol

Das Maiglöckchen ist schon immer ein Glücks- und Liebessymbol gewesen – daher stecken sie fast immer in den Brautsträußen, immerhin drücken Maiglöckchen "innige Liebe" aus.

Das Grün der Blätter steht für Hoffnung, das Weiß der Blüten signalisiert Reinheit. Eine Legende besagt, dass das Maiglöckchen dort entstanden ist, wo Maria neben dem Kreuz ihre Tränen vergoss, daher stammen die Namen "Frauen-" oder "Marientränen" und deshalb gehört es zu den "Marienblumen" und ist christliches Symbol der reinen Liebe. Das Maiglöckchen, eine Modepflanze der Jahrhundertwende, stellt seine Schönheit im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten. Der sprichwörtliche Duft "bricht das Eis des Winters und der Herzen", stellte Heinrich Heine fest.

Garteln im Takt der Natur

Nach einigen sehr kühlen Tagen scheint sich, rechtzeitig zum Osterfest, nun der Frühling wieder mit Vollgas zu melden. Das Wachstum beginnt kräftig – jetzt heißt es in die Hände spucken! 

Rasen mähen – aber bitte nicht zu kurz! Stufe IV ist ideal, dann sind die Gräser hoch und kräftig genug, um Unkraut zu unterdrücken. Mäht man kürzer, nehmen Gundelrebe & Co überhand. 

Sommerblumen direkt in den Beeten aussäen. Gladiolen und Dahlien pflanzen – sie werden erst nach den Eisheiligen aus dem Boden kommen. 

Salat und Kohlrabi setzen. Erbsen, Bohnen und Karotten säen. Letztere in Mischkultur mit den Steckzwiebeln, damit die Karottenfliege nicht zuschlägt. 

Tomaten, Gurken und Zucchini bleiben noch im (Gewächs-) Haus – sie brauchen Wärme, wie Basilikum. 

Kräuter setzen – sie sind auch einer kühlen Brise gewachsen. Vlies bereitlegen! 

Rosen düngen – organisch (biologisch) mit Kompost, Schafwollpellets, Hornspänen oder einem Fertigdünger.

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