Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...

    ANMELDUNG

    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.
gemerkt
merken
teilen

Der "Holländer" setzte in Wien zum Höhenflug an

Von Michael Wruss, 11. März 2019, 00:04 Uhr
Der "Holländer" setzte in Wien zum Höhenflug an
Markus Marquardt

Natürlich stellt man sich die Frage, ob die Wiener Volksoper Wagner spielen muss, ob man das nicht dem großen Haus am Ring überlassen sollte.

Nach der Premiere des "Fliegenden Holländer" am Samstag darf man getrost antworten: Warum nicht! Erstens gab es von 1906 bis 1938 eine intensive Wagner-Tradition an der Volksoper – alle Werke einschließlich des Rings wurden hier gespielt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Volksoper zum Operettentheater je nach Blickwinkel degradiert oder hochstilisiert und große Oper wurde verpönt. Andererseits ist auch an großen Häusern die Wagnerpflege nicht immer überzeugend und somit ist eine ordentliche, dem Haus mehr als angemessene Produktion für eine breitere Schicht von Zuschauern angebracht.

Ideales Fundament

Zumal Marc Piollet aus dem ideal disponierten Orchester das herausgeholt hat, was möglich ist, und ein ideales Fundament für den blendend studierten Chor und Zusatzchor (Holger Kristen) legte. Auch die Solisten waren bei ihm in guten Händen. Allen voran Stefan Cerny als Daland, der stimmlich ein wenig zu groß auftrumpfte, aber höchst textdeutlich und das volle Bassregister ausschöpfend agierte. Tomislav Muek sang den Erik schon in Dresden und Bayreuth und wusste auch in Wien mit kraftvollem und doch schlank geführtem Tenor zu beeindrucken.

Ästhetisch schlicht

Meagan Miller gab eine feine Senta, die zwar über so manche stimmliche Grenze nicht hinwegtäuschen konnte, aber musikalisch überzeugte. So auch Markus Marquardt als darstellerisch bestechender Holländer, der sich in der Höhe nicht unendlich wohlfühlte. Martina Mikelic und JunHo You ergänzten als stimmige Mary sowie Steuermann. Frank Philipp Schlößmann baut für Regisseur Aron Stiehl einen akustisch perfekten Einheitsraum, der sich durch Projektionen und Beleuchtung in Seelenräume verwandeln soll. Insgesamt ist mit dem pausenlosen Durchziehen der drei Akte ein stringentes Musiktheater entstanden, das nicht viel Neues brachte, aber in seiner ästhetischen Schlichtheit überzeugte.

Fazit: Wagner an der Volksoper – warum denn nicht!

Volksoper: Premiere von Wagners "Fliegender Holländer", 9.3.

mehr aus Kultur

Kirstie Alley: Sie ließ uns lachen und romantisch träumen

Die OÖN-Christkindl-Gala lädt am Freitag ins Schauspielhaus

Netflix-Hit "Wednesday": Wie das "Eiskalte Händchen" zum Leben erwacht

Andreas Vitasek: "Die Kultur leidet noch immer unter Long-Covid"

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

1  Kommentar
1  Kommentar
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung
Aktuelle Meldungen