Lade Inhalte...

Kultur

„Chor on Air“ gegen Isolation: Singen mit den Tröbingers

Von Klaus Huber  25. März 2020 12:04 Uhr

Hubert und Traudi Tröbinger

Trotz Abstand gemeinsam singen: Tröbingers „Chor on Air“.

Ein Schock durchfuhr Ende 2018 die große Volkskulturgemeinde im Land: Nie mehr Rainbacher Dreigesang! Der unbestritten beste Dreigesang der alpenländischen Volksmusik trat ab und ließ sehr viele Menschen traurig zurück. Jetzt können wir sie plötzlich wieder hören und, noch besser, sogar mit ihnen singen!  

Um die Verbreitung des bedrohlichen Coronavirus einzudämmen, müssen wir unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken. Keine Freunde treffen, nicht einmal Oma und Opa besuchen – das schmerzt, Vereinsamung tut weh. Hubert Tröbinger, Volksmusikant und Musikschullehrer aus Rainbach bei Freistadt, verordnet uns ein Mittel gegen die aufgezwungene Isolation: Singen wir gemeinsam unsere beliebtesten Volkslieder! Singen ist gesund, wirkt positiv auf Körper und Geist, fördert gute Laune und schafft ein Gefühl des Miteinander. Doch wie sollen wir dabei den geforderten Mindestabstand wahren?

Wir können alle daheim bleiben, einsam oder allein zu zweit, und von dort aus die größte Singgemeinschaft des Landes bilden, den „Chor on Air“. Ab sofort wird Hubert Tröbinger in seinen wöchentlichen Radiosendungen „Volksmusik und Tradition“ im Freien Radio Freistadt (FRF) ein Lied anstimmen und alle Hörerinnen und Hörer zum Mitsingen einladen. Nur keine Scheu, „richtig“ oder „schön“ zählt nicht, Hauptsache: Sie singen! Im Wohnzimmer oder in der Küche, in der Badewanne, beim geöffneten Fenster, auf dem Balkon oder – noch besser – am Telefon gemeinsam mit ihren Liebsten, von denen Sie jetzt getrennt sind.

Sie werden spüren, es funktioniert. Wer mitsingt, fühlt sich auf einmal nicht mehr allein gelassen.

Singen Sie schon Freitagvormittag gemeinsam mit Traudi und Hubert Tröbinger vom Rainbacher Dreigesang. Für diese Woche haben die beiden in ihrem Wohnzimmer im Dorf Labach das Lied „In de Berg bin i gern“ eingesungen. Zu hören ist es im Radio auf 107,1 MHz (Raum Freistadt), 103,1 MHz (Raum Pregarten), 88,4 MHz (Raum Weitersfelden) oder im Livestream (www.frf.at), wo auch die Liedtexte mitzulesen sind.

Sendezeiten „Lied der Woche“: Freitag 9:30, Samstag 11:30, Sonntag 7:30 Uhr.

Liedtext und Notenblatt

Für den Auftakt zur Aktion „Chor on Air“ können Sie sich auch hier in den OÖN motivieren lassen:

Weitere Inhalte:

1. In die Berg bin i gern und da gfreit si mei Gmiat,
wo die Almröserln wachsn und da Enzian bliaht.

2. Und da Schnee geht bald weg und es wird wieder grean,
ja da kann i bald wieder auf die Alm auffigehn.

3. Wo i geh, wo i steh, denk i allweil an di,
wirst wohl du, wann i fuatgeh, a nu denga an mi.

Notenblatt (pdf) siehe rechts!

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Artikel von

Klaus Huber

Klaus Huber
Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Kultur

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less