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Kultur

Werke im Wert von 200 Millionen: Albertina gibt Gastspiel in Linz

Von nachrichten.at/apa   17. Juli 2019 18:03 Uhr

Albertina
Die Ausstellung "Warhol bis Rauschenberg" zeigt 200 Werke der Pop Art mit einem Versicherungswert von 200 Millionen Euro.

LINZ/WIEN. Die Albertina gibt erstmals ein Gastspiel in einem Bundesland. Die Ausstellung "Warhol bis Rauschenberg: Amerikanische Kunst aus der Albertina" zeigt 200 Werke der Pop Art mit einem Versicherungswert von 200 Millionen Euro.

Die Bundesland-Premiere der Albertina geht von 19. November bis zum 29. März kommenden Jahres im Linzer Schlossmuseum über die Bühne.

Mehr zum Gastspiel der Albertina in Linz sehen Sie heute in OÖN-TV!

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) als Kulturreferent und Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder, der interimistische wissenschaftliche Direktor des Landesmuseums, Bernhard Prokisch, und Generaldirektor Heinrich Schaller von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die mit der Bezahlung der Versicherungsprämie unterstützt, stellten das Projekt in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz vor. Der vor über 45 Jahren von Linz nach Wien übersiedelte Albertina-Chef ließ es sich nicht nehmen, die Ausstellung selbst zu kuratieren. Er sehe sie als Heimkehr nach Linz und ein Dankeschön für das, was ihm die Stadt als Startkapital für seine spätere Karriere als Museumsdirektor mitgegeben hat, so Schröder.

"Mehr Kunst, als wir jemals zeigen können"

Es sei aus "strategischen Überlegungen" wichtig, in Zeiten, in denen emotional aufgeladene Bilder Realitäten schaffen, jener Kunst, die aus dem Geist der Massenmedien entsprungen ist, eine große Ausstellung zu widmen. Die Pop Art wirke von den 1960er-Jahren bis heute. Das Linzer Gastspiel mit Werken von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Tom Wesselmann, Alex Katz, Robert Longo, Cindy Sherman, Nan Goldin und Sherrie Levine aus den Beständen der Albertinawurde laut Schröder in diesem Umfang noch nie gezeigt. "Ich bin so verliebt in sie, dass wir sie selbst übernehmen werden, in drei, vier Jahren", sagte der Albertina-Generaldirektor.

In ein Bundesland zu gehen, begründete er mit: "Irgendwann war klar, dass wir mehr Kunst haben, als wir jemals zeigen können und wir sammeln nicht nur für das Depot." Landeshauptmann Stelzer freute sich, dass ein Bundesmuseum und noch dazu eine weltweit bekannte Institution wie die Albertina mit dem Landesmuseum zusammenarbeitet. Dessen Direktor Prokisch - ein Studienkollege von Schröder - verweist auf ein "Ausstellungsduo": Zur gleichen Zeit ist "La Boheme" - eine Schau über Toulouse-Lautrc und die Meister vom Montmartre - in der Landesgalerie zu sehen. Schaller begründete das Engagement seiner Bank mit der Aufwertung des Standortes Oberösterreich und der damit verbundenen großen Außenwirkung.

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