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Kultur

Youki: Viele Sieger, ein Abschied

24. November 2014 00:04 Uhr

Viele Sieger, ein Abschied
Dominik Scherrer (l.) holt sich seinen Filmpreis, Assistent beim Dreh war der Welser Anton Kolmbauer.

Zum süßen 16. Geburtstag schenkte sich das Welser Jugend-Medien-Fest "Youki" am Samstag keine herkömmliche Party. Die Abschlussgala im Alten Schlachthof war natürlich wild.

Aber noch viel mehr herzerwärmend, überraschend und zuletzt mit seltsamer Wehmut verbunden.

Denn zwei engagierte Youki-Gestalter, die Festivaldirektoren Peter Schernhuber und Sebastian Höglinger, gaben fast leise ihren Abschied bekannt. Die Gründe? Beide sind inzwischen hauptberuflich im Kulturbetrieb verankert, schupfen parallel Projekte, und außerdem, betonten sie, fühle sich der Schritt einfach richtig an, weil das Team die Fäden auch ohne sie sicher in der Hand hat.

Die Youki 17 werden die Welserin Laura-Lee Röckendorfer vom Festivalvorstand und Boris Schuld vom Welser Medienkulturhaus aus heutiger Sicht verantworten. Neu wird 2015 auch sein, dass der wohl charismatischste heurige Gast die "Youki 17" freiwillig besucht: Senad Hodzic. Die Welser Filmemacherin Leni Gruber hatte ihn während ihres Schlachthof-Praktikums kennen gelernt und für ihre Festival-Doku engagiert.

Dafür durfte Hodzic, der die Youki zuvor nur vom Hörensagen kannte, täglich Screenings, Workshops, Partys und Konzerte abklappern. Wie Gruber dies mit ihrem Team einfing, zeigt, was passiert, wenn man Junge einfach machen lässt. Die Doku, die Gruber und Hodzic aus Zeitnot mit dem Taxi zur Gala brachten, strotzt vor ehrlicher Emotion, amüsanten Erkenntnissen und der Freude, Neues erobert zu haben. Beeindruckend waren ebenso die Siegerbeiträge des diesjährigen Film-Wettbewerbs, den Anna Spanlang leitete. In der Alterskategorie 21 bis 26 Jahre wurde das Armuts-Drama "What About Tomorrow" von Luk Ngo Tin aus China prämiert. In der Gruppe 15 bis 20 Jahre überzeugte der Dominik Scherrer mit "Rauschen" (Schweiz), eine wahnwitzige Studie über Grenzüberschreitungen. Mit "Der Liftboy" und frechen Alltagsszenen gelang es Wiener Schülern als Jüngste, die Jury zu erobern. Tim Oppermann aus Klosterneuburg gehörte der Publikumspreis für "Precarious", ein Film über Party und alte Wunden. Sharath Candra Bose (Indien) holte den "Innovative Award" mit einem radikal-zarten Werk zur Homosexualität.

Bei dieser geballten Professionalität und Internationalität fand Moderator Marius Hrdy die richtige Bezeichnung für Wels an diesem Abend: das Los Angeles von Oberösterreich. (nb)

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