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Kultur

Top oder Flop? Das war das Frequency 2012

Von Lukas Luger   20. August 2012 00:04 Uhr

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Bild 1/18 Bildergalerie: Frequency Festival 2012

ST. PÖLTEN. Am Samstag ging in St. Pölten mit dem Auftritt von The Cure die zwölfte Ausgabe des Musikfestivals zu Ende.

Das stinkende Festivaloutfit ist entsorgt, die Wunden geleckt, der Kater auskuriert. Das Frequency 2012 ist Geschichte. Was war positiv? Was hat in St. Pölten nicht funktioniert? Die OÖNachrichten haben die Tops und Flops aufgelistet:

 

Das war TOP:

Das große Finale: Es war ein mehr als würdiger Schlusspunkt: Zweieinhalb Stunden lang demonstrierte Frontmann Robert Smith am Samstagabend, warum „The Cure“ eine der einflussreichsten Bands unserer Zeit sind. Inklusive grandioser Versionen von Klassikern wie „Just Like Heaven“ „Friday I’m In Love“ oder „Lovesong“. Herzzerreißend! Die Nackenhaare meldeten sich auch beim direkt vorangegangenen Auftritt des britischen Trios „The XX“ zur Standing Ovation. Minimalistische, bis auf das Skelett reduzierte Songs, die selbst im großen Festival-Rahmen intime Gänsehaut-Momente verursachten. Was für ein episches Finale!

Welcome-Day: Die erstmalige Ausweitung von drei auf vier Festivaltage war ein kluger Schachzug. So gelang ohne viel Stress am Mittwoch mit The Killers ein entspannter Start in den Festivalwahnsinn.

Ruhiger Verlauf: 2300 kleinere Einsätze verzeichnete das Rote Kreuz von Mittwoch bis Sonntag. Versorgt wurden Schnittwunden, Prellungen und Kreislaufschwächen, etwa 100 Festivalbesucher mussten ins Spital eingeliefert werden. Ernsthafte Erkrankungen oder schwere Verletzungen gab es keine – und das bei 160.000 Besuchern. Auch aus polizeilicher Sicht gab es keine gröberen Vorkommnisse. Vorfälle wie im Vorjahr, als gefälschte Tickets in Umlauf gebracht wurden, blieben aus.

Das Wetter: Ein Frequency-Festival ohne sintflutartige Regenfälle? Bis zum heurigen Jahr unvorstellbar. Doch Temperaturen um die 30 Grad machten diesmal Österreichs wichtigstes Musikfestival zum herrlich sonnigen Erlebnis.

 

Das war FLOP:

Der Placebo-Auftritt: Der  Ein-Song-Auftritt von  Placebo nach einer Viruserkrankung von Sänger Brian Molko war mit Sicherheit der Aufreger des heurigen Frequency. Die Palette der Fan-Meinungen reichte von „Schade, aber er hat’s trotz Erkrankung zumindest probiert“ bis hin zu „Frechheit! 90 Euro für ein Tagesticket und dann rennt die Koks-Nase nach einem Song von der Bühne“. Fakt ist: Bereits am Tag darauf spielte die Band im schweizerischen Gampel ein umjubeltes Konzert – und zwar mit Brian Molko.

Timetable: Die Chartstür- mer Kraftklub am Don- nerstag bereits um 15.15 Uhr, die legendären Tocotronic am selben Tag um 17 Uhr, Rap-Star Casper freitags um 15.30 Uhr: drei Konzerte, dreimal riesiger Fan-Andrang trotz sengender Hitze. Dafür Lykke Li am Donnerstag als Co-Headliner und Mia als Abschluss-Act am Samstag auf der Green Stage – die Zusammenstellung des Timetables war heuer – gelinde gesagt – originell.

An-/Abreise mit den Öffis: Liebe ÖBB, es ist ja  sehr schön, dass ihr am Abreisetag Sonderzüge vom Hauptbahnhof St. Pölten weg bereitstellt. Dass diese zusätzlichen Züge aber ausschließlich nach Wien fahren ist eine Frechheit! Die Festival-Fans aus den westlichen Bundesländern mussten allesamt mit einem einzigen (!), hoffnungslos überfüllten, Linienzug vorliebnehmen.

Security-Mannschaft: Die  Mischung aus Inkompe- tenz und Unfreundlichkeit, mit der die Sicherheitskräfte (größtenteils) den Besuchern begegneten, war sensationell.

 

The Cure beim großen Finale des Festivals:

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