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„Sherlock Holmes und Watson haben keine schwule Seite“

Von Von Ludwig Heinrich aus London, 28. Jänner 2010, 00:04 Uhr
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Bildergalerie Sherlock Holmes ermittelt wieder
Bild: Warner Brothers

Für seine Rolle als legendärer Meisterdetektiv Sherlock Holmes gewann Robert Downey jr. kürzlich einen der begehrten „Golden Globes“. Im OÖN-Interview spricht er über den perfekten Dr. Watson, homosexuelle Detektive und brutale Kämpfe am Filmset.

Für seine Rolle als legendärer Meisterdetektiv Sherlock Holmes gewann Robert Downey jr. kürzlich einen der begehrten „Golden Globes“. Im OÖN-Interview spricht er über den perfekten Dr. Watson, homosexuelle Detektive und brutale Kämpfe am Filmset.

OÖN: Just ein Amerikaner aus New York City spielt eine der britischsten Figuren, den Meisterdetektiv Sherlock Holmes. Wie haben Sie ihn angelegt?

Downey: Natürlich besser als jeder andere zuvor…

OÖN: Dabei sollen Sie gar nicht erste Wahl gewesen sein?

Downey: Meine Frau Susan hatte mit Guy Ritchie den Film „RocknRolla“ produziert. Guy rief mich an, ich sollte ihm Tipps für den Trailer geben. Irgendwie kam das Gespräch auf „Sherlock Holmes“. Guy meinte: „Mach dir keine Gedanken, dafür bist du zu alt.“ Ein paar Wochen später kündigte er mich bei einer Pressekonferenz als Hauptdarsteller an…

OÖN: Hatten Sie mit dem britischen Englisch keine Probleme?

Downey: Gar nicht. Ich hatte seinerzeit in London „Chaplin“ gedreht, und die Sprachmelodie des Regisseurs Richard Attenborough hatte ich noch voll im Ohr.

OÖN: Zu Holmes gehört sein „siamesischer Zwilling“ Dr. Watson, gespielt von Jude Law. Wie sind Sie zusammengekommen?

Downey: Die Figur des Watson war die Schlüsselfrage, bevor ich zusagte. Wir waren sehr schnell hinter Jude her. Dann kam es zu einem Treffen im altehrwürdigen Hotel Claridge‘s. Als er in der Besprechungs-Etage aus dem Aufzug stieg, waren alle Damen aus unserem Team versammelt. Ich dachte gleich: Ein gutes Omen, wenn man an die weiblichen Kinobesucher denkt. Nach drei Sekunden waren wir ein Herz und eine Seele, wie die Turteltäubchen. Aber halt, da muss ich jetzt sehr aufpassen…

OÖN: Wieso?

Downey: Als ich in der Talkshow von David Letterman zu Gast war, war ich wohl ein bisschen vorlaut, und meine Äußerungen wurden so verstanden, dass Holmes und Watson eine schwule Seite hatten. Da war die Produktion böse, und die Leute, die die Rechte verwalten, haben auch verschnupft reagiert. Um korrekt zu sein: In Conan Doyles Büchern gibt es keinen Hinweis auf eine solche Auslegung.

OÖN: Kannten Sie diese Bücher vorher?

Downey: Ich habe mich eingelesen. Außerdem lagen sie alle am Set herum, an sich als Glücksbringer. Aber wir hatten auf diese Art Gelegenheit, jederzeit nachzuschlagen und darin zu lesen.

OÖN: Sie haben ordentliche Action-Szenen. Mögen Sie das?

Downey: Schaue ich nicht aus wie einer der größten Kämpfer aller Zeiten? Guy Ritchie wollte, dass ich ordentlich zur Sache gehe. Einmal ging es bei einem Zweikampf besonders brutal zu, und Guy rief: „Gib ihm! Gib ihm!“ Doch als es mir zu viel wurde, brach ich ab. Das Gesicht meines Gegners war etwas angeschwollen, doch er meinte: „Mir geht’s gut.“ Ihm vielleicht, mir nicht.

OÖN: Sind Sie von den hohen Einspielergebnissen überrascht?

Downey: Das alles ist eigentlich hochinteressant. Denn wie wir wissen, laufen in Hollywood die Suchmaschinen nach populären Stoffen heiß. Auf Sherlock Holmes sind sie in den letzten Jahrzehnten interessanterweise nicht gestoßen. Der muss sich gut versteckt haben. Und auf einmal eine solche Neugeburt!

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