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Kultur

Seine Traumfrau hat Charakter

Von Von André Wesche   02. April 2009 00:04 Uhr

Seine Traumfrau hat Charakter
Vin Diesel in seinem neuen Actionfilm „Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile“

Das Publikum kennt den 41-jährigen Vin Diesel vorwiegend aus Action-Reißern wie „xXx – Triple X“ oder dem harmlosen Familienspaß „The Babynator“. Doch seine Karriere begann als Theaterschauspieler und Regisseur. Ab heute erlebt man ihn im 4. Teil von „Fast & Furious“ in der Rolle des harten Rächers.

OÖN: Was darf man von diesem Film erwarten?

Diesel: Es ist kein Mischmasch-Aufguss, auf den man einfach ein Etikett geklebt hat. Die Geschichte des ersten Teils wird endlich konsequent weitergesponnen. Natürlich gibt es wieder spektakuläre Autorennen, Action, heiße Frauen. Aber „Fast & Furious“ hat auch Herz. Es ist ein Film, der sein Publikum respektiert.

OÖN: Ihre Figur erleidet im Film einen großen Verlust. Hat man darüber diskutiert, wie viel Gefühl Dominic zeigen darf?

Diesel: Sie meinen, ob man den Charakter einmal auf andere Weise porträtieren sollte? Das wäre vielleicht bei einer anderen Figur angebracht, bei Dom käme es einfach nicht ehrlich rüber. Seine Gefühlswelt ist eine andere, er ist in dieser Hinsicht ein Archetypus. Er fühlt sich mit seinen Gefühlen nicht wohl. Bevor er eine Träne vergießt, stürzt er sich lieber in eine neue Mission. Es wäre für ihn so viel einfacher, zu trauern wie jeder andere auch. Aber das ist nichts für ihn.

OÖN: Dominic wird im Film gefragt, wie er sich seine Traumfrau vorstellt. Wie steht es da bei Ihnen?

Diesel: Lassen Sie mich eine witzige Geschichte erzählen. Im Drehbuch stand natürlich eine Antwort auf diese Frage. Aber es ist eine heikle Angelegenheit. Wenn man eine Frau fragt, was sie an Männern interessant findet, wird sie immer eine Antwort parat haben. Fragt man einen Mann nach Frauen, fängt er an, herumzustammeln. Am Set wollte ich unbedingt herausfinden, ob wir mit unserer Antwort auf der richtigen Spur waren. Ich habe jeden gefragt, vom Kameramann bis zum Kabelträger: „Wonach suchst Du bei einer Frau?“. Nicht einer hat mir geantwortet. Ich finde es sehr interessant, wie schwer sich Männer mit der Beantwortung dieser Frage tun.

OÖN: So wie Sie gerade.

Diesel: Nein! Ich mag an einer Frau Unabhängigkeit, Loyalität, Einfühlungsvermögen. Man erwartet von Typen immer, dass sie auf einen tollen Körper wert legen. Aber es gibt so viele Frauen mit einem tollen Körper. Was für mich zählt, ist der Charakter. Und ich mache jede Wette, dass mir viele Männer beipflichten würden. Integrität ist eines der wichtigsten Dinge und ich schätze mich sehr glücklich, dass mein Mädchen integer ist.

OÖN: Was war das romantischste, was Sie je für eine Frau getan haben?

Diesel: Ich kann Ihnen doch nicht all meine Geheimnisse preisgeben, einiges muss auch privat bleiben.

OÖN: Ihre Tochter feiert bald ihren ersten Geburtstag. Was für ein Geschenk machen Sie ihr?

Diesel: Sie kann schon ein wenig Klavier spielen, mit weniger als einem Jahr. Sie liebt es. Ich spiele mit dem Gedanken, ihr ein cooles, klassisches Klavier zu schenken, um sie bei der Stange zu halten. Sie ist eine kleine Musikerin, ihre Großmutter nennt sie „Die Sängerin“.

OÖN: Sind Sie immer noch der große Videospiel-Fan?

Diesel: (zähneknirschend) Ja, ich fürchte, das bin ich. Mich faszinieren diese Online-Rollenspiele, bei denen man von seinem Schreibtisch aus sozial aktiv sein kann. Man interagiert in einer virtuellen Welt mit zehn Millionen Mitspielern. Man kann eine fesselnde Diskussion darüber führen, was das nun über unsere Gesellschaft aussagt. Was würde Freud über diese Massiv Multiplayer Online-Spiele (MMO) zu sagen haben? Videospiele haben sich zu einer eigenständigen Form der Unterhaltung entwickelt. Heute setzen sich Menschen an ihren Computer, um soziale Kontakte zu pflegen. Das ist natürlich surreal. Ich weiß nicht, welchen Einfluss diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft haben wird. Diese Spiele beginnen den anderen Entertainmentprodukten den Rang abzulaufen, dem Fernsehen, dem Film. Niemand hat diese Auswirkungen der MMO´s vorhergesehen.

OÖN: Haben Sie ein bevorzugtes Spiel?

Diesel: Ich möchte selbst eines kreieren. Ich habe bereits das prämierte Video-Spiel „Escape from Butcher Bay“ herausgebracht, von dem es demnächst eine Fortsetzung geben wird. Nun möchte ich mich einem MMO widmen, dessen Avatar in der Zeit der punischen Kriege lebt. Der Spieler kann jede Rolle in dieser Welt einnehmen, die so historisch genau wie möglich dargestellt wird. Ich hoffe, es wird mir gelingen, es wäre ein großer Spaß.

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