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Kultur

Mode-Studium in der Linzer Tabakfabrik

Von Peter Grubmüller   15. März 2014

Mode-Studium in der Linzer Tabakfabrik
Kunstuni-Rektor Kannonier

Ab März 2015 wird man in der Linzer Tabakfabrik Mode studieren können. Die Linzer Kunstuni schließt ihre Expositur in Wien-Hetzendorf im Juni und verlegt das Bachelorstudium in den Bau 1 der Industriebrache.

2006 wurde von der Kunstuni in Kooperation mit der Wiener Modeschule das Bachelorstudium Mode eingerichtet. 2011 übernahm die renommierte Designerin Ute Ploier die künstlerische Leitung der Ausbildung, wenige Monate später teilte die Stadt Wien mit, das Projekt aus finanziellen Gründen 2014 auslaufen zu lassen. Kunstuni-Rektor Reinhard Kannonier hatte sich lange gegen den langsamen Tod des Studiums gewehrt, ehe er entschied, die Mode-Studierenden nach Linz zu holen. "Wir führen noch Gespräche, aber es sieht sehr, sehr gut aus", sagt Kannonier. Details bei Drittmitteln und privaten Investoren sind noch zu klären. Ob Ute Ploier als künstlerische Impulsgeberin bleibt, sei obendrein nicht entschieden. "Es könnte sein, dass wir ein Leitungsteam installieren", sagt Kannonier. Über alles Inhaltliche sei er mit internationalen Experten im Gespräch. Feststeht, dass die Mode-Abteilung eng mit der Studienrichtung textil-kunst-design zusammenarbeitet und sich dem Thema Industriemode annähern werde. Was Kannonier darunter versteht, gibt er noch nicht preis.

Bereits am Donnerstag informierte Tabakfabrik-Intendant Chris Müller seinen Aufsichtsrat über den neuen Mieter und den bevorstehenden Raumbedarf. Die 25 Mode-Studierenden werden sich auf 800 Quadratmetern einnisten. Davor müsse neben baulichen Adaptierungen auch noch ein Lift eingebaut werden. Müller: "Dieses Studium ist eine optimale Ergänzung für die Tabakfabrik, die ich als kollaborativen Konzern verstehe. Es werden sich etliche Kooperationseffekte der eingemieteten Unternehmen mit den Studierenden ergeben." Dass ob der langwierigen Debatte um die Brückenkopf-Gebäude – die künftige Wunsch-Heimstätte der zur Zeit auf drei Standorte verteilten Kunstuni – auch andere Studienrichtungen in die Tabakfabrik übersiedeln, hält Kannonier für ausgeschlossen.

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