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Kultur

Maschek: Fiona mit der Stimme eines Fleischhauers

Von Edmund Brandner   10. September 2012 00:04 Uhr

Fiona mit der Stimme eines Fleischhauers
Kabarett-Trio Maschek

Auch Synchronsprecher müssen proben. Erst recht, wenn sie live auftreten und Kleinkunstbühnen bespielen wie die Kabarettgruppe Maschek.

Das Wiener Trio feiert diese Woche im Wiener Rabenhoftheater die Premiere seines Programms „111111 – ein phänomenaler Fernsehtag“. Die Generalprobe fand am Wochenende im Bad Ischler Lehártheater statt.

Das Konzept, das Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel Ende der 90er-Jahre entwickelten, ist einfach, aber wirkungsvoll. Man projiziere TV-Bilder auf die Bühnenleinwand und verleihe ihnen live neue Stimmen. Auf diese Art sagen Politiker endlich, was sie wirklich denken – zumindest in unserer Vorstellung. Und auch für Situationskomik eröffnen sich völlig neue Räume. Wer Fiona Svarovski jemals mit der Stimme eines Simmeringer Fleischhauers reden hörte, weiß, was das bedeutet.

Doch Maschek sind kein Phänomen des TV-Zeitalters, sondern Internet-Stars. Ihre Kurzclips („Habakuk“) sind perfekt geeignet für Youtube. Auf der 90-minütigen Bühnenlangstrecke hingegen zeigt sich, wie schwierig es ist, mit witzigen Synchronisationen einen Abend zu füllen. Auch wenn sie noch so herrlich boshaft sind.

Maschek: „111111“, Vorpremiere, Bad Ischl, Lehartheater, 7. 9.

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