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Kultur

Manche sind schon Großeltern geworden

Von Silvia Nagl   28. September 2013

Manche sind schon Großeltern geworden
1973 Beginn mit „Maximilian Pfeiferling“ (Helmut Ortner, Franz P. Danner und Waltraud Starck).

Seit 40 Jahren gibt es das Linzer Theater des Kindes: eine Geschichte mit Geschichten.

„Ich hab ja nicht gewusst, was mich hier erwartet!“, blickt Andreas Baumgartner zurück auf jenen Tag, an dem er sich entschieden hat, der damaligen Theater-Leiterin Waltraud Starck zuzusagen, ihre Nachfolge anzutreten. So schlimm dürfte es aber doch nicht sein, weil er, gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Helen Isaacson, seit 3. Oktober 2003 die künstlerische Leitung im Linzer Theater des Kindes innehat – und beide dies mit viel Engagement und Leidenschaft tun.

Seit der Gründung des Theaters 1973 wurden rund 770.000 Besucher gezählt. Einige Generationen von Kindern sind in diesen 40 Jahren mit Theater in Berührung gekommen. Und viele von ihnen kommen heute mit ihren Kindern oder Enkelkindern gerne wieder.

Unter Waltraud Starck hat das Theater des Kindes „an Profil gewonnen und ist wirklich professionell geworden“, streut Baumgartner seiner Vorgängerin Blumen. Baumgartner und sein Team zeigen viele eigens entwickelte Produktionen und Uraufführungen – auch mit prominenten Küstlern wie den Musikern Konstantin Wecker, Georg Ringsgwandl, Andy Baum. Und einige der meist jungen Schauspieler haben von hier aus Karriere gemacht, wie Karl-Michael Ebner, Manuel Rubey. Auch Sophie Roiss hat als Schauspiel-Studentin Mitte der 70er im Theater des Kindes gespielt.

Beengte Verhältnisse

„Die Grenzen sind erreicht, sowohl finanziell als auch von der Beengtheit des Hauses her“, sagt Dietrich Daume, Theater-des-Kindes-Vorsitzender: „Wir könnten mehr, aber dafür bräuchte es mehr an Geld, Platz und Leuten.“

Derzeit sind 14 Personen am Theater beschäftigt, sechs davon Vollzeit, die anderen zwischen sieben und 20 Stunden. Vier Schauspieler schupfen den Laden, „und ich muss darauf schauen, dass sie zumindest einen Tag pro Woche frei haben“, sagt Helen Isaacson.

Kindertheater bedeutete vor vier Jahrzehnten vor allem Kasperl und Märchen. Kinderstück-Autoren gab es nur wenige. Zu den Ersten, die sich ernsthaft mit dieser Materie auseinandersetzten, zählten Volker Ludwig und Karl Friedrich Waechter.

1973 hat der damalige Obmann der oö. Kinderfreunde und langjährige LIVA-Chef Karl Gerbel (gestorben 1997) ein eigenes Theater für Kinder in Linz gegründet. Reinhard Steidle, der in der Münchner Kindertheater-Szene schon Erfahrungen gesammelt hatte, wurde Leiter (bis 1980) des damals noch heimatlosen Theaters.

Eröffnet wurde im November 1973 mit dem Stück „Maximilian Pfeiferling“ in Helmut Ortners Kellertheater am Linzer Hauptplatz – damals schon mit dabei: die Schauspielerin Waltraud Starck.

1978 gab es dann die erste richtige „Theater des Kindes“-Heimstatt im umgebauten Trauungssaal im Rathaus am Linzer Hauptplatz: Das „Musische Zentrum“ wurde mit Roswitha Zauners „Und der Esel fängt die Mäuse“ eröffnet. Seit 1990 ist das Theater-des-Kindes-Domizil im Kuddelmuddel in der Linzer Langgasse.

Die bisherigen „Theater des Kindes“-Intendanten: Erich Heiligenbrunner (1980/81), Richard Höllerbauer (1981–1988), Hans-Dieter Lehmann (1988–1990), Waltraud Starck (1991–2003).

Festwochenende: vom 3. bis 6. Oktober mit vielen Produktionen von 3 bis 99 – als Geburtstagsgeschenk an das Publikum kostet der Eintritt nur 4 Euro. www.theater-des-kindes.at; Tel. 0732 / 605 255

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