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Kultur

Linzer Kunstuni wünscht sich zum 40er die Brückenkopfgebäude

Von Peter Grubmüller und Karin Schütze   06. November 2013 00:04 Uhr

Linzer Kunstuni wünscht sich zum 40er die Brückenkopfgebäude
V. li.: Helmut Lethen (Direktor IFK), Kunstuni-Rektor Reinhard Kannonier, "Austrofred" Franz Adrian Wenzl, Festredner Konrad Paul Liessmann

Zum Jubiläumsfest kamen Konrad Paul Liessmann, Franz Adrian Wenzl und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle.

Die Linzer Kunstuni ist 40. Kein Alter, aber ein Anlass, zu feiern. 1973 (176 Studierende) wurde die 1947 gegründete "Kunstschule" zur "Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung" erhoben. Das neue Bundesgesetz zur Organisation von Universitäten der Künste (KUOG) bescherte den Linzern 1998 Uni-Status. Erster Rektor wurde 2000 Reinhard Kannonier. 2010 für eine weitere Amtszeit bis 2015 wiedergewählt, wollte sich Kannonier beim gestrigen 40er-Fest in der Zweigstelle Kollegiumgasse mit vielen Gästen aus Kunst und Politik wie Studierenden nicht mit der Vergangenheit aufhalten, obwohl sich das Geleistete auch ob der international gefragten Absolventen Markus Schinwald, Edgar Honetschläger, Thomas Feichtner, Leo Schatzl, Manfred Hebenstreit, Anna Heringer (kleine Auswahl) länger loben ließe. Heute unterrichten an der Kunstuni 31 Professoren und mehr als 100 künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter 1200 Studierende. Die Zukunft will Kannonier auf den Säulen "Kunst, Medien, Raumstrategie und Wissenschaft" aufbauen.

Seinen Standortnachteil müsse Linz mit Hirnschmalz ausbalancieren. Das von Christa Sommerer/Laurent Mignonneau geleitete Studium "Interface Cultures" sei ein Paradebeispiel für identitätsstiftende Maßnahmen: ein zweijähriges Masterprogramm für interaktive Medienkunst auf Englisch.

Obendrein räumen Studierende des Architektur- sowie Raum&Designstrategien-Instituts von Roland Gnaiger regelmäßig internationale Preise ab. Stolz ist Kannonier auch auf die höchste Drittmittelquote aller österreichischen Unis: Kooperationen mit der Wirtschaft machen bis zu 15 Prozent des Budgets aus. Anerkennung zollten der Kunstuni auch die Gratulanten: Bundesminister Karlheinz Töchterle lobte die "Verbindung von Kunst und Wissenschaft", Landeshauptmann Josef Pühringer ihre "Schrittmacherfunktion" und Vize-Bürgermeister Klaus Luger das "intellektuelle Klima" als Mehrwert für die Stadt.

Inhaltliche Qualität und solide Finanzen allein bringen die drei Kunstuni-Standorte (Urfahr, Kollegiumgasse, Hauptplatz) nicht weiter. Endlich soll der Umzug in die Brückenkopfgebäude (im Besitz der Bundesimmobiliengesellschaft BIG) politisch abgesegnet werden. Derzeit wird der Antrag auf Denkmalschutz-Aufhebung geprüft. Der Bund pocht auf eine Vertragsklausel, die Stadt und Land zum Mitzahlen verpflichtet. Kannonier: "Die Brückenkopfgebäude sind für uns alternativlos. Ein Umzug in die Tabakfabrik kommt nicht in Frage."

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