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Kultur

"Ich vermisse Bud Spencer wirklich sehr"

Von Nora Bruckmüller   07. September 2018 18:13 Uhr

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Bild 1/19 Bildergalerie: Terence Hill in Linz

Terence Hill über Verlust, Sinnsuche und seinen neuen Film, den er heute, Freitag, bei der Premiere in Linz vorstellte.

Gegen diesen Helden mit stahlblauen Augen kann der Kassenhit "50 Shades of Grey" einpacken. Unglaubliche 1600 Karten hat man im Paschinger Megaplex im Vorverkauf für "Mein Name ist Somebody" abgesetzt, der am Freitag dort Österreich-Premiere feierte.

Der Grund ist die nicht verlöschende Strahlkraft von Terence Hill, der selbst nicht gedacht hätte, das seine späte Rückkehr auf die Leinwand einen solchen Hype auslösen würde. "Nie, nie im Leben!", sagte der Weltstar, der nächstes Jahr 80 wird, gestern beim Treffen mit den OÖN. Und lachte, wie man es von ihm aus den legendären Filmen mit Bud Spencer (1929– 2016) kennt: verschmitzt, aber still.

"Aber jedes Mal, wenn ich mit einem Fan spreche, ist es, als würde ich einen sehr guten Freund treffen. Das berührt mich tief im Herzen", sagte Hill, der im "normalen Leben" Mario Girotti heißt.

Privat entspricht die Figur, die er in der aktuell laufenden Arbeit "Mein Name ist Somebody" verkörpert, auch mehr seinem Naturell: Der "Haudrauf" ist in Wahrheit, wie er gesteht, ein ruhiger, schüchterner Mensch. Wie Thomas im Film.

"Er ist ein Mann, der alleine sein möchte, dafür geht er in Spanien in die Wüste. Aber es klappt nicht." Weil es eine junge, problembehaftete Frau namens Lucia gibt, die er nicht und nicht abschütteln kann. Hill: "Thomas ist auf der Suche nach dem Sinn im Leben. Aber am Ende ist er, zumindest gilt das für diesen Film so, weder in den Sternen noch in der Einsamkeit zu finden. Sondern im Menschen dir gegenüber." Und ein Gegenüber, das Terence Hill in seinem Berufsleben Sinn schenkte, war sein kongenialer Partner Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer.

"Da sind zwei Schauspieler zusammengekommen, die gut miteinander arbeiten konnten. Und das war so überhaupt nicht geplant. Es war ein Unfall", sagt er und lacht. "Jedes Mal, wenn ich bei ihm war, dann war ich auch ein anderer, weil er immer etwas in mir bewegt, zum Besseren verändert hat. Ich vermisse ihn wirklich sehr."

Die Chemie zwischen ihnen ist für Hill ein Grund, warum Filme wie "Die rechte und die linke Hand des Teufels" (1970) oder "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1971) zeitlos gut sind.

Kein Wunder also, dass er "Mein Name ist Somebody" seinem "Amigo" Bud gewidmet hat. Gedreht hat er ihn auch auf quasi heiligem Boden – in der andalusischen Wüste von Almería, wo er bereits mit Bud für die Kamera so manche Banditen aufgemischt hat. "Wie Sergio Leone gesagt hat, ist die Wüste einfach ein epischer Ort, der Schauspieler verändert, sie bereichert. Man kommt hin und ist frei." Nach Almería als Darsteller zurückkehren zu können, sei ein großes Glück für ihn gewesen. Überhaupt ziehe es ihn, der in Deutschland und Italien zuhause war und seit Jahren im US-Staat Massachusetts lebt, wieder in die "alte Heimat". "Ich sehe mich als Europäer und fühle mich hier einfach zuhause." Die Premiere zeigte, dass er mehr als willkommen ist.

 

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