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Kultur

"Game of Thrones": Auftragskiller mit etwas zweifelhafter Frisur

Von Lukas Luger   23. April 2016 00:04 Uhr

"Game of Thrones": Der Auftragskiller mit der etwas zweifelhaften Frisur
Ab Sonntag treibt Wlaschiha als Jaqen H’ghar wieder sein Unwesen.

Am Sonntag startet die sechste Staffel der US-Serie, mit dem Deutschen Tom Wlaschiha.

Wie hoch die Vertragsstrafe ausfällt, wenn er das Ende von "Game of Thrones" vorab ausplaudert, warum ihn die Drehbücher heftig ins Schwitzen bringen und was er von der Perücke hält, die er in der Serie tragen muss, verrät der 42-Jährige aus Sachsen im Gespräch mit den OÖNachrichten.

 

OÖN: Als Jaqen H’ghar in "Game of Thrones" tragen Sie eine Perücke. Erspart Ihnen das, auf der Straße von aufdringlichen Fans verfolgt zu werden?

Tom Wlaschiha: Hardcore-Fans erkennen mich immer wieder, was mich jedes Mal total wundert, weil ich in der Serie echt total anders aussehe. Ob das nervt? Nein, ich werde halt ständig mit "Valar Morghulis" begrüßt (ein zum geflügelten Wort gewordener Spruch seiner Serienfigur, Anm.). Und gelegentlich muss ich mich im Supermarkt vor Fremden rechtfertigen, wenn Jaqen am Tag zuvor in einer neuen Folge wieder etwas Grausliches verbrochen hat. Aber das ist auszuhalten, und Teil des Jobs. Jeder Schauspieler, der sich darüber beklagt, hat den Beruf verfehlt.

Auftragskiller, Sekten-Mitglied und Vaterfigur – Jaqen H’ghar ist ein sehr ambivalenter Charakter. Wie haben Sie sich der Rolle angenähert? Durch Studium der Romane von George R.R. Martin, auf denen die Serie basiert?

Die ersten beiden Bücher habe ich vor Drehstart gelesen, klar. Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen: als Schauspieler spielt man ja in einer Szene immer nur einen Aspekt seiner Figur, die Ambivalenz steckt in der Geschichte. Wenn ich in der einen Szene also jemanden umbringe, und in der nächsten Szene nett zu Arya (gespielt von Maisie Williams, Anm.) bin, dann entsteht die Ambivalenz für den Zuschauer von alleine. Diese muss man als Schauspieler gar nicht extra mitspielen. Sehr praktisch.

Dass ein mysteriöser Auftragsmörder mit etwas zweifelhafter Frisur zum Liebling der Fans wird, gibt’s wohl auch nur bei "Game of Thrones"…

Zweifelhafte Frisur? Frechheit! So eine hatte ich auch mal (lacht)!

Wie schafft man es, als deutscher Schauspieler in einer US-Blockbuster-Serie zu landen?

Ich habe sehr viel Energie investiert, um als freischaffender Schauspieler überhaupt genug Engagements zu kriegen. Das war auch der Grund, warum ich vor zehn Jahren in Deutschland ziemlich unglücklich war. Es lief nicht so recht, also habe ich mir eine Agentur in London gesucht, um mich breiter aufzustellen. Es hat aber echt viele, viele Castings und Rückschläge gebraucht, bevor dann dieser tolle "Game of Thrones"-Job daherkam.

Wenn Sie mir jetzt verraten, wie "Game of Thrones" einmal enden wird und welche Charaktere die kommende Staffel nicht überleben – wie viel Vertragsstrafe müssten Sie dann zahlen?

(lacht) Ach, das weiß ich nicht! Das ist eine absolut rote Linie. Außerdem verdirbt das doch den ganzen Spaß. Es ist ein Stehsatz, aber Vorfreude ist ja die schönste Freude.

Stimmt das Gerücht, dass die "Game of Thrones"-Schauspieler wirklich nicht wissen, ob ihre Rolle überlebt, bevor die Drehbücher ausgeschickt werden?

Ja, leider. Wenn die Skripte kommen, blättere ich die mit Schweiß auf der Stirn durch. Nach jedem gelesenen Drehbuch bin ich froh, wenn’s mich nicht erwischt hat.

 

„Game of Thrones“: Am Mittwoch an der JKU Linz

Der Kampf um den „Eisernen Thron“ von Westeros geht weiter! Am Sonntag startet in den USA die sechste Staffel der preisgekrönten HBO-Serie. In Österreich sind die neuen Episoden parallel zur US-Ausstrahlung auf dem Pay-TV-Sender SKY zu sehen – in der synchronisierten Fassung.

Mit der neuen Staffel müssen erstmals Leser der Roman-Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin, auf der die Serie basiert, und Fans des TV-Epos gleichermaßen über den Fortgang der Handlung rätseln. Weil Martin den sechsten Teil seiner Roman-Saga noch nicht veröffentlicht hat, haben die Serienmacher neue Erzählstränge geschaffen. Zwar werden noch einige Elemente aus den Romanen aufgegriffen, der Großteil der Story liegt aber völlig im Dunkeln.

Am 27. April wird in den Hörsälen 9 und 10 an der Kepler-Universität die erste Folge der sechsten Staffel gezeigt. Der Eintritt ist frei. Die Tickets werden ab 18 Uhr nach dem „first come, first served“-Prinzip ausgegeben. Filmstart ist um 20 Uhr.

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