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Kultur

Eine junge Deutsche gewinnt im Land der Operette

Von Helmut Atteneder   24. Januar 2017 00:04 Uhr

Eine junge Deutsche gewinnt im Land der Operette
Die zwölf Finalisten des Operettenwettbewerbes in der Linzer Bruckneruni, mit Dekan Thomas Kerbl, der die Künstler am Klavier begleitete

Operettenwettbewerb Bruckneruni: Julia Grüter überzeugte alle.

Die Jury war ganz schnell einer Meinung, dass nur eine für den Sieg in Frage kommt", sagte Hans-Joachim Frey. "Gewonnen hat absolut die Richtige", ließ Dagmar Koller ausrichten. Und Dagmar Schellenberger, Intendantin der Mörbischer Seefestspiele, meinte: "Sie hat bei mir Gänsehaut heraufbeschworen, das erlebe ich nicht allzu oft. Ich würde sie sofort verpflichten!"

Eine derart seltene Einigkeit herrschte unter den Jurymitgliedern des zweiten Operettenwettbewerbes der Bruckneruni, was die Siegerin betrifft. Die Deutsche Julia Grüter, seit dem Vorjahr Mitglied des Linzer Opernstudios, überzeugte die Jury mit ihrer homogenen, warmen Stimme und ihrer herzlichen Ausstrahlung. Die 27-jährige Sopranistin gewann mit dem "Vilja-Lied" aus Léhars "Lustiger Witwe" und der Arie "Liebe, du Himmel auf Erden" ("Paganini", ebenfalls Léhar) den mit 3000 Euro dotierten Ersten Preis.

Auch der vollbesetzte Große Saal bejubelte Julia Grüter und dachte ihr auch den Publikumspreis zu. Und Jurymitglied Uwe Lohr stellte sich mit einem Rollenvertrag im Theater an der Rott ein.

Der Zweite Preis ging an Ilia Vierlinger, ebenfalls Mitglied des Opernstudios. Die Sopranistin, auch als Sängerin des Ensembles "Lalá" bekannt, gewann 2000 Euro und einen Stückvertrag beim Opern-Air in Gars. Dritter wurde der Chinese Xiaoke Hu. Der Tenor begeisterte mit seinem teils akrobatischen Gesangsstil.

Hoher Anspruch

Einig war man sich auch ob des hohen Anspruchs des Wettbewerbs. Dagmar Schellenberger: "Ich bin sehr sehr überrascht von der Qualität, die wir heute geboten bekommen haben. Dagmar Koller, Ehrenvorsitzende der Juroren: "Ich bin begeistert, es war ein Vergnügen, so tolle Künstler zu sehen."

4 Fragen an Julia Grüter

Grüter ist Sopranistin, Mitglied des Linzer Opernstudios

Die gebürtige Deutsche gewann den Operettenwettbewerb der Linzer Bruckner-Universität und ist derzeit im Musiktheater als „Ottilie“ in Ralph Benatzkys „Im weißen Rössl“ zu sehen.

  1. Glückwunsch, Frau Grüter, Sie haben heute ja so ziemlich alles gewonnen.

    Ja, danke, ich fühle mich auch ziemlich gut im Moment. Ich hätte niemals mit positiven Feedback in diesem Ausmaß gerechnet.
  2. Jury und Publikum waren von ihrer warmen starken Stimme angetan.

    Ich mag meine Stimme auch. Das ist auch sehr wichtig. Ich verdanke sehr viel meinen Lehrern, denn es steckt ein gutes Stück Arbeit dahinter.
  3. Sie sind zur Zeit Mitglied des Linzer Opernstudios. Wo soll die Reise hingehen?

    Ich habe immer gesagt, ich probiere einmal, wie weit ich komme. Das macht mir Spaß und so lange das so ist, freue ich mich über alles, was kommt. Ich sehe mich mehr in der Oper, in die Operette bin ich gerade erst eingestiegen. Das macht aber wirklich Spaß.
  4. Wie schwer ist es für eine gebürtige Deutsche, sich dem österreichischen Operetten-Lebensgefühl im Dreiviertel-Takt anzunähern?

    Es ist wirklich um Welten anders als in Deutschland. Aber ich habe es schon inhaliert, es macht Spaß, sich mitziehen zu lassen.

 

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