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Kultur

Ein Kabarettist zwischen Zynismus und der neuen Kunst des Reimens

Von Evelyn Baier   14. März 2012 00:04 Uhr

Paul Pizzera zeigt sein scharfzüngiges Kabarett-Debüt in Linz

Bubi-Charme, eine scharfe Zunge und engelsgleiche Stimme – der Preisträger des 18. Freistädter Kabarett- und Kleinkunstwettbewerbs „Frischling“, Paul Pizzera, präsentierte sein herrlich frisches Zusammenspiel aus Musik und Witz in dem Debüt „Zu wahr um schön zu sein“ im Linzer Kulturzentrum HOF.

Schön ist in Pauls Leben wirklich nichts. Von Langeweile zerfressene Liebesbeziehungen, eine Familie, für die er sich schämt, und Freunde, deren Leben er peinlich findet („Neben ihnen wirkt selbst das Ja-Natürlich-Schweinderl aggressiv“). Sein Weg, den Frust abzubauen – er widmet denen ein Ständchen auf der Gitarre. Keiner bleibt verschont, sogar die Oma bekommt ihr Fett weg. Der herzige Steirer-Lausbub zerpflückt mit derben, zynischen Dialektanfällen alles, was ihm unter die Saiten kommt.

Einer, der das Witzeln auf so eloquente Art beherrscht, gehört auf die Bühne. Wenn das Reimen wieder lustig ist, macht Kabarett einfach Spaß. Pizzera reagiert auf jede noch so kleine Reaktion des Publikums und scheut nicht davor zurück, sich auch selbst spontan zum Deppen zu machen. Der nette Junge von nebenan? Von wegen...

Kabarett: Paul Pizzera, Kulturzentrum HOF, 12. März

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