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Kultur

Der Superschurke "Loki" fürchtet sich vorm "Weißen Hai"

Von Ludwig Heinrich aus Berlin   22. Oktober 2015 00:04 Uhr

Der Superschurke "Loki" fürchtet sich vorm "Weißen Hai"
Jetzt als Thomas Sharpe in unseren Kinos: "Loki" Tom Hiddleston.

Tom Hiddleston aus den "Thor"-Filmen begeistert derzeit auch in Guillermo del Toros Gespensterthriller "Crimson Peak".

Shakespeare auf der Bühne und in den BBC-Verfilmungen "Henry IV." und "Henry V." (als König, der auf dem Thron weinte), ein Superschurke (Loki in "Thor"), der dem Publikum sympathisch wurde, ein sensibler Kriminalinspektor in Kenneth Branaghs Wallander-Verfilmungen. Die Bandbreite des erst 34-jährigen Briten Tom Hiddleston kann einem unheimlich werden. Apropos unheimlich: War er auch schon, als Vampir neben Tilda Swinton in "Only Lovers Left Alive". Und ist er jetzt wieder, in Guillermo del Toros Gespensterthriller "Crimson Peak".

OÖNachrichten: Wie sind Sie mit Regisseur del Toro zusammengekommen?

Tom Hiddleston: Es war ein Mittwoch, als mich sein Drehbuch erreichte. Am Donnerstag hatten wir einen Mail-Austausch. Am Freitag trafen wir einander in Toronto. Danach war alles klar. Es waren drei aufregende Tage.

Wie würden Sie Ihre Rolle als Landadeliger Sir Thomas Sharpe bezeichnen?

Er bewegt sich zwischen Düsternis, Schuld und Schande. Doch dahinter verbirgt sich mehr.

Das Haus, in das Sir Thomas seine neue Liebe, die ätherische blonde Autorin Edith Cushing (Mia Wasikowska) bringt, liegt nicht zufällig auf einem Hügel mit blutrotem Sand. Im Haus ereignen sich grausige Dinge. Wovor haben Sie selbst sich früher gefürchtet?

Davor, im Wald verloren zu gehen. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe mit meinen Eltern viele Waldspaziergänge gemacht. Irgendwie war immer die Angst da, dass sie plötzlich abhanden kommen könnten.

Und wovor fürchten Sie sich als Erwachsener?

Vor Haien. Ich bin einer, der gerne weit hinausschwimmt. Wenn ich dann aber weit vom Ufer entfernt bin, erklingt in meinen Ohren immer die Musik aus dem "Weißen Hai". Dann krieg’ ich die Panik.

In den "Thor"-Filmen waren Sie ein beeindruckender Widerpart von Chris Hemsworth als dessen "böser" Bruder Loki. Dabei wären Sie viel lieber Thor gewesen?

Richtig. Ich habe mich einer strengen Diät unterzogen, Muskelmasse antrainiert und beim Vorsprechen in Regisseur Kenneth Branaghs Büro einen Wasserkanister geschwungen, um mich als Donnergott zu qualifizieren. Nachher schaute er mich belustigt an und sagte: "Nein, Thor bist du nicht. Aber sicher der Beste als Loki." Da hat er wohl Recht gehabt.

Warum haben Comics und Comic-Verfilmungen ein so riesiges Publikum?

Flucht vor der Realität. Flucht in eine andere Welt.

Fördern Comics die Intelligenz?

Sie fördern auf jeden Fall die Fantasie. Sie sind Entertainment. Nicht mehr und nicht weniger. Und Entertainment ist etwas Positives. Vor allem in einer Welt, die eigentlich recht traurig aussieht.

Man könnte sich Tom Hiddleston gut als Bösewicht in einem James-Bond-Film vorstellen?

Das finde ich auch. Zumal ich mehr mit James Bond als mit Marvel aufgewachsen bin. Na ja, vielleicht klopfen sie einmal bei mir an.

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