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Alfred kam – und rockte!

Von Julia Evers, 11. Februar 2017, 00:04 Uhr
Alfred kam – und rockte!
Gitarre statt Computer: Die EDV-Experten Walter Schill (li.) und Erich Mendler flankieren Frontmann Chris Harras. Bild: Sei

Uraufführung von "Alfred. The Rock Opera" im Posthof Linz.

Echt. Erdig. Handgestrickt. Außerdem: Männer. Gitarren. Rock. Das verleitete am Donnerstagabend im Posthof Linz die Köpfe des Publikums bei der Uraufführung der Rock-Oper "Alfred" zum rhythmischen Mitnicken.

Akkord, Akkord, Gitarrensolo. Nicken, nicken, Jubel. Und begeisterter Applaus: So etwas kann rauskommen, wenn sich zwei Informatiker ihrer musikalischen Träume besinnen, ein Wochenende lang in Klausur begeben und am Ende mit einem Song namens "Alfred is coming" dastehen. Damit er nicht nur kommt, der Alfred, sondern auch Mitmenschen bewegt, weiteten Fabasoft-Geschäftsführer Walter Schill und EDV-Experte Erich Mendler ihr Experiment aus: Sie erdachten eine Geschichte für Alfred, machten ihn zum Einzelkind, das in seinen jungen Tagen viel zu leiden hat, sich später zum Piloten hochkämpft und dann doch wieder abstürzt und sich aufrappelt.

Inspiriert von großen Vorbildern wie "Tommy" von "The Who" schufen sie nicht weniger als 26 Songs, die die verschiedenen Lebensstationen von Alfred musikalisch abbilden. Und vor allem: Sie holten sich Profis an Bord und auf die Bühne, mit denen sie die Rock-Oper in Richtung Uraufführung verdichteten.

Gitarren- und Gesangs-Könner Chris Harras ("Paradise Now!") unterstützt oft Christina Stürmer, bei "Alfred" wusste er als Frontmann alle Augen auf sich zu ziehen. Schlagzeuger Alex Pohn und Bassist Helmut Schartlmüller stehen sonst mit Hubert von Goisern auf der Bühne, bei "Alfred" gaben sie sich gemeinsam mit Musik-Allrounder Wolfgang Pammer und natürlich den beiden Rock-Oper-Erdenkern und Gitarren-Enthusiasten Walter Schill und Erich Mendler selbst dem Classic Rock hin. Was mit Hilfe von Produzent Martin Seimen da auf die Bühne gebracht, von kurzen erklärenden Passagen von Schauspieler Frank Hoffmann zusammengehalten und mit Visuals von Mark Slattery untermalt wurde, klang wie ein Streifzug durch das Best of der Rockgeschichte.

Mitnicken. Mitstampfen. Mitklatschen. Bei eingängigen Melodien und Texten, die nach dem ersten Hören schon ewig bekannt scheinen. Das Publikum ging bei "Alfred" begeistert mit. Ob sein Weg auf weitere Bühnen führt, steht in den Musical-Sternen – seine erste Bewährungsprobe hat Alfred auf jeden Fall mit Bravour gemeistert.

"Alfred. The Rock Opera" Uraufführung, Posthof Linz, 9. Februar

OÖN Bewertung:

 

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