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Kultur

1,8 Millionen Euro aus dem Kulturtopf für KTM

Von Peter Grubmüller 14. August 2019 00:04 Uhr

KTM: Motohall mit eigenem Ferienprogramm
Kinder erobern die Motohall.

Oberösterreichs Kulturvereine und freiberuflich arbeitende Künstler ärgern sich weiterhin über die 600.000 Euro aus dem Kulturtopf des Landes für die "Motohall" des Mobilitätsunternehmens KTM in Mattighofen.

Thomas Diesenreiter, Geschäftsführer der Kulturplattform Oberösterreich (Kupf, Interessenvertretung der Kulturvereine), schickte am Montag einen Brief an den Landesrechnungshof mit der Bitte, die Förderung zu untersuchen. "Natürlich bleibt es dem unabhängigen Rechnungshof überlassen, wer oder was geprüft wird, aber vielleicht sind die Informationen doch so interessant, dass die Institution von sich aus tätig wird", sagt Diesenreiter im Gespräch mit den OÖN.

Video: OÖN-TV: Daniela Dahlke im Gespräch mit Peter Grubmüller

Vom Büro von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) wurde indes aufgeschlüsselt, dass die Beschlüsse für die Förderungen für KTM und auch jene für das Brotmuseum Paneum von Backaldrin in Asten, das 2018 mit 65.000 Euro gefördert wurde, aus dem Jahr 2015 und damit aus der Zeit von Josef Pühringer (ÖVP) als Landeshauptmann stammen würden. Für KTM wurde demnach vor vier Jahren eine "Kulturförderung in der Höhe von 1,8 Millionen Euro zugesagt. Sie ist auszuzahlen in drei Raten zu je 600.000 Euro. Die erste Rate wurde 2018, die zweite im Juli 2019 in der Regierung einstimmig beschlossen", heißt es. Begründet wurde die Millionen-Förderung insofern, als "das Konzept laut Förderrichtlinien vorab vom OÖ. Museumsverbund geprüft und für wertvoll befunden" worden sei. Die Förderung gehe nicht an KTM, sondern an den Betreiber des Museums, die KTM Motohall GmbH. Ähnlich verhalte es sich beim Paneum von Backaldrin. Die erste Rate (35.000 Euro) für das Brotmuseum sei 2017, die zweite (65.000) im vergangenen Jahr beschlossen worden. In beiden Fällen heißt es, die Voraussetzungen für die Förderungen seien gegeben.

Auf OÖN-Nachfrage wusste Museumsbund-Präsident Roman Sandgruber nichts von einer diesbezüglichen Prüfung. Museumsbund-Geschäftsführer Klaus Janda war trotz mehrmaliger Versuche nicht zu erreichen.

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