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Viel Bewegung im südlichen Innviertel

Wanderung: Bewegung wird großgeschrieben in 18 Gemeinden zwischen Kobernaußerwald und Inn. Wir haben in Waldzell auf einer abwechslungsreichen Runde die Region erkundet.

Viel Bewegung im südlichen Innviertel

Bild: Alois Litzlbauer

Die Marke "Bewegungsarena Innviertel" umfasst 91 Wanderrouten in 18 Gemeinden mit insgesamt 670 Kilometer Wegenetz. Wir haben uns die Gegend um den Kobernaußerwald näher angeschaut. Hier verläuft die Grenze zwischen Innviertel und Hausruck, die bis 1779 auch die Staatsgrenze markierte. Am nordöstlichen Rand liegt Waldzell. Dort hat man die Wege unter der Marke "Bewegungsarena Waldzell" neu beschildert.

Bürgermeister Hans Jöchtl und der Organisator des Dorffestes, Willi Litzlbauer, begleiteten uns auf der Schratteneckrunde. Die Wanderung war neben netten Begegnungen auch gespickt mit Geschichten und der Geschichte der Gegend. Vom Ortszentrum folgt man dem Weg vorbei am Millenniumskreuz – anlässlich 750 Jahre Waldzell – hinauf zur ersten Einkehrstation am Weg, dem Sauereiwirt.

Kurz danach führt der Weg hinein in die weiten Wälder, bedeckt von Heidelbeersträuchern. Bald trifft man auf den Rupertiweg, einen Pilgerweg, der als Abschnitt des E 10 vom Böhmerwald an die Salzach führt. Eine Wegkreuzung hat den ungewöhnlichen Namen Stachus, bald kommt man aus dem Wald und es geht abwärts zum Schmiedwirt in Schratteneck. Vorher bekamen wir beim Eckhausl Franzi noch eine kurze Einführung in die Herstellung von besonders gschmackigem Nussgeist. Die Verkostung hat uns überzeugt, er kann’s.

SOKO-Donau-Drehort

Von Schratteneck führt der Weg an einem Bauernhof vorbei, wo 2014 das SOKO-Donau-Team sieben Tage lang gedreht hat. Dann geht es noch einmal hinein in die ausgedehnten Wälder, ehe man über Wirmling mit schönen Blicken über die hügelige Landschaft wieder Waldzell entgegenstrebt. Man kommt zur Waldzeller Ache und erreicht beim Kinderspielgelände wieder den Ausgangspunkt.

Eine erfrischende Abkühlung verspricht noch eine kurze Kneippstrecke im Bach, die über Stufen hinab erreicht wird. Jetzt fehlt nur noch die abschließende Einkehr. Im Hof des Gasthofs "Zum Mitterhofer" sitzt man schattig und umgeben von altehrwürdigen Mauern.

 

HINTERGRUND ZUR TOUR

Ausgangspunkt: Am Parkplatz im Ortszentrum von Waldzell gibt eine Übersichtstafel eine gute Orientierung über das Wegenetz. Nicht weit vorher bei der Straßenkreuzung steht die viel fotografierte
„Goldi“-Statue des berühmtesten Waldzellers: Skisprunglegende Andreas „Andi“ Goldberger.

Charakteristik: Leichte, abwechslungsreiche und immer wieder aussichtsreiche Wanderung auf Forststraßen, Wanderwegen und asphaltierten Güterwegen. Durchgehend mit den blauen Schildern Nr. 4, der Schratteneckrunde, beschildert. Die Variante 4 A ab dem Schmiedwirt verkürzt die Runde.

Bewegungsarena Waldzell: Vier Wege wurden rund um Waldzell beschildert. Die Nr. 1 Baumgarten mit 7 km und 140 hm, die Nr. 2 Wirmling mit 11,4 km und 210 hm, die Nr. 3 Reith mit 6,2 km und 130 hm und die vorgestellte Schratteneckrunde. Dazu noch die Waldzeller Runde des Marienweges.

Gehzeiten: 4 Stunden ohne Pausen

Länge: 17,7 km, 500 Höhenmeter, Waldzell (522 m) - GH Rohrmoser „Sauereiwirt“ (640 m) - Stachus (660 m) - Schmiedwirt (575 m) - Bruckweg (700 m)

GPS: d

Karten: Wanderkarte Waldzell, Kompass Nr. 201

www.waldzell.ooe.gv.at, www.innviertel-tourismus.at

660 Meter: Stachus, der ungewöhnliche Name der Forststraßenkreuzung, kommt von einem bayrischen Urlaubsgast, der auf einer Wanderung hier im Kobernaußerwald
erstaunt über einige Autos, die mitten im Wald unterwegs waren, meinte: „Ja, sind wir denn hier am Stachus?“

Einkehr & Übernachtung
Der GH Rohrmoser „Sauereiwirt“ mit Zimmern ist schon nach einer Stunde erreicht. Do Ruhetag. In der Ortschaft Schratteneck auf etwa halber Wegstrecke findet man den Schmiedwirt. Mo und Mi Ruhetag. Im GH „Zum Mitterhofer“ in Waldzell wird nicht nur vorzüglich gekocht, man kann hier auch übernachten.
Mo und Di Ruhetag, www.gasthofschachinger.com

Eröffnung Bewegungsarena Waldzell: Im Rahmen des 24. Dorffestes am 29. Juli wird auch die offizielle Eröffnung der Waldzeller Wanderwege, die zur Bewegungsarena Kobernaußerwald gehören, erfolgen. Als prominente Gäste sind Andi Goldberger und Annemarie Moser-Pröll angekündigt. Sie werden gemeinsam mit den Wanderbegeisterten auf einem der Rundwege unterwegs sein. Start ist um 9 Uhr. Daneben gibt es jede Menge an kulinarischen und sonstigen Attraktionen sowie Livemusik www.waldzeller.at
 

 

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 13. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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