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Auf dem Kulturweg zum Hirschwaldstein

Wanderung: Mit einer aussichtsreichen Rundwanderung erschließt man sich auf den Spuren der Geschichte auch die landschaftliche Schönheit der Gegend rund um Micheldorf.

Auf dem Kulturweg zum Hirschwaldstein

Bild: Alois Peham

Einst bestimmten die Schwarzen Grafen, wie die Hammerherren auch genannt wurden, mit ihren Sensenwerken die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region ganz maßgeblich. Viele Gebäude und Schautafeln rund um das Sensenschmiedemuseum erinnern an diese industrielle Epoche hier im Kremstal. Wir haben interessante Plätze der Kultur und Natur zu einer abwechslungsreichen Rundtour verbunden und sind dem Kulturweg mit der Beschilderung K 92 gefolgt.

Vom Parkplatz Alpenbad folgt man der Straße zum Bad, umrundet den Gradnteich und folgt vorbei am Reitergut Weissenhof dem Weg durch Wald und Wiesen hinauf bis zur mächtigen Burg Altpernstein, vielen bekannt als Ferienstützpunkt der Katholischen Jungschar. Eine markante steinerne Brücke führt in den Innenhof.

Erbaut wurde die Burg bereits um das Jahr 1000 zum Schutz gegen die Ungarn. Wir verlassen oberhalb der Burg den Kulturweg, um nach links in den Rundweg Nr. 23 hinauf zum Hirschwaldstein einzubiegen. Der Anstieg führt durch lichten Wald über einige steilere Passagen zum bis auf halbem Weg liegenden Hungerturm. Bald darauf kommt man an einer Wiese vorbei, ein beliebter Startplatz für Paragleiter. Von dort ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Am Rückweg nimmt man bei der ersten Wegkreuzung den Weg nach links hinab zum Eustachiuskreuz.

Von dort nach rechts weiter den Schildern folgend zurück zur Abzweigung oberhalb der Burg. Ab hier wieder weiter auf dem Kulturweg Nr. 92, zunächst abwärts bis zur Straße zum Georgenberg und auf dieser hinauf zu Kirche und Gasthaus. Ein geschichtsträchtiger Ort.

Kelten und Römer

Schon die Kelten hatten hier eine Kultstätte, dann die Römer. Heute steht die Kalvarienbergkirche als höchster Punkt des Kreuzweges hoch über dem Ort. Auf dem Kreuzweg geht es hinab nach Micheldorf, ab dem Platz vor dem Gemeindezentrum sind wir noch dem Weg K 90, der Sensenschmied-roas, bis zum Museum und dem Gasthaus zum Schwarzen Grafen gefolgt. Ein Wegweiser leitet zurück zum Parkplatz Alpenbad oder man folgt der Sensenschmiedroas bis zum Bahnhof.

Infos zur Tour

Ausgangspunkt: Der Ausgangspunkt beim großen Parkplatz Alpenbad liegt am Ortseingang von Micheldorf. Auch der Bahnhof Micheldorf ist als Startpunkt möglich und man erreicht von dort bald das Alpenbad. Parkplätze gibt es auch beim Reitergut Weissenhof, wo man zum Abschluss auch einkehren kann.

Charakteristik: Sehr abwechslungsreiche Rundwanderung mit einigen Höhenmetern. Meist auf Feld- und Waldwegen. Die Gipfelrunde auf steileren Steigen. Durchgehende Beschilderung mit K 92, mit Weg Nr. 23 auf den Hirschwaldstein und auf dem Weg Nr. 90, der Sensenschmiedroas.

Varianten: Beim Abstieg vom Hirschwaldstein kann man vom Eustachiuskreuz auch dem Weg Nr. 91 rund um den Ochsenkogel folgen. Auf dem Prälatenweg erreicht man dann wieder die beschriebene Route und kann von dort, immer weiter dem K 91 folgend direkt zum Ausgangspunkt hinabwandern.

Gehzeiten: 4 bis 5 Stunden

Länge: 12,8 km, 750 Höhenmeter, Parkplatz Waldbad (455 m) – Burg Altpernstein (800 m) – Hirschwaldstein (1095 m) – Straße Georgenberg (539 m) – Georgenberg (595 m)

GPS:

Karten: Kompass Nr. 70, freytag & berndt Nr. 81

www.oberes-kremstal.at

Einkehr
Stimmig, nicht nur wegen des zur Geschichte passenden Namens, sondern auch wegen der schönen Gaststube und des guten Essens ist die Einkehr beim Gasthof zum Schwarzen Grafen, der im Bereich des Museumsensembles liegt. Die Gäste werden mit regionalen und saisonalen Schmankerln verwöhnt. Warme Küche 11–21 Uhr, So. bis 14 Uhr, Mo. Ruhetag (www.schwarzergraf.at).

Im Reitergut Weissenhof werden ganztags Jausen und Hausmannskost serviert (www.reitergut-weissenhof.at). Auch eine Einkehr im direkt neben der Kirche gelegenen GH zum Georgenberg ist eine gute Wahl. Mittags warme Küche, Di. und Mi. Ruhetag (Tel. 07582/64030).

Buchtipp
Noch rechtzeitig vor Weihnachten erscheint im Bergverlag Rother das Buch „Yoga für Kletterer und Bergsportler“ von Petra Zink. Yoga, eine perfekte Ergänzung zu den bergsportlichen Aktivitäten, fördert die Balance und die Beweglichkeit gleichermaßen und lässt uns zur Ruhe kommen. 54 Übungen für unterschiedliche Körperpartien stellt die Yogalehrerin mit detaillierten Bildanleitungen vor. Zusätzlich stehen Videos zu den Übungssequenzen bereit. Tolle Bergbilder komplettieren das übersichtliche Buch (Preis: 20,50 Euro).

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 30. November 2018 - 00:04 Uhr
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