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Gute Gastlichkeit seit vielen Jahren

Im Alhartinger Hof in Leonding gibt es Küchenklassiker und Innovatives

Erdbeer-Tiramisu im trendigen Kleid. Bild:

Es gibt sie noch, die kulinarischen Perlen, die über viele Jahre gepflegt und ohne viel Marketing-Getöse österreichische Schmankerl servieren und die auch am Sonntag klaglos offen haben.

Eine davon ist der Alhartinger Hof in Leonding. Gerald "Gerry" Koblmüller führt seit 2004 als Pächter diese gastronomische Stätte mit etlichen Gastzimmern und einem Kastaniengastgarten, wie es nur mehr wenige gibt. Seinen Schmäh gibt’s gratis dazu. Auch der Kellner ist flink und freundlich.

Wochentags ist der Alhartinger Hof mittags fest in Hand von Genießern, die reich an Jahren und Erfahrung sind. Wo sonst bekommt man um 8,60 Euro, wie etwa Mittwoch vergangener Woche, eine mehr als passable Gemüsesuppe und ein Wiener Schnitzel mit goldgelb-feiner Panier und hausgemachtem Erdäpfelsalat? À la carte erfreuen Klassiker wie Tafelspitz, gebackene Leber, Hascheeknödel, Schweinsbratl, aber auch Steak und Lammrücken.

Vertrauenserweckend ist auch der Blick in die blitzsaubere, auch bei Hochbetrieb wohlgeordnete Küche, die auf dem Weg zu den Gaststuben liegt und sich dem Blick der Gäste öffnet. Die Spargelcremesuppe (4,50 Euro) kommt leicht aufgeschäumt mit petersiliengrünen Croutons und geschmacklich ausgewogen daher.

Zwei, drei Spargelstücke darin hätten erfreut, müssen aber nicht sein. Eine gewaltig große Fuhr sind die Zitronen-Tagliatelle mit geschmortem Fenchel und Parmesan (9,80 Euro).

Die Nudeln sind al dente und für die Bezeichnung Tagliatelle etwas schmal geraten, was aber dem Genuss keinen Abbruch tut. Der Fenchel schmiegt sich dezent darunter. Der Parmesan ist frisch gerieben. Auch das Auge isst dank einiger Stämmchen Rucola mit.

Als Dessert steht einem Leondinger Gasthaus der Leondinger Strudel gut zu Teller. Zwei beachtliche Stücke dieser blättrigen Köstlichkeit mit Topfen-Marillen-Fülle gibt es mit einem Tupf "Schlag" und einer Feige als Augenschmaus um schlanke 3,60 Euro.

Ein bisschen auf der Trend-Welle schwimmt das Erdbeer-Tiramisu im Einmachglas (5,90 Euro). Es wird, wie auf der Karte angegeben, mit Vanillepudding gemacht, was nicht gerade lege artis ist, aber auch nicht schlecht schmeckt.

Saft gibt‘s sowohl von Pago, als auch vom Bauern (etwa Hirschvogel in Kirchberg-Thening). Hirter und Zipfer Bier, sowie gepflegte Achterl, etwa der Veltliner "Hundschupfen" von Schloss Mailberg, runden das Angebot ab. Das ergibt fünf von sechs Kochlöffel und ein Bravo für die jahrelang konstante Leistung.

OÖN-Wertung 
fünf  von sechs Kochlöffeln
(sechs Kochlöffel = sehr gut, null Kochlöffel = enttäuschend)

Alhartinger Hof
Kategorie: Gasthaus
Hainzenbachstraße 86
4060 Leonding
Tel. 0732/ 68 25 59
Warme Küche: Mo.-Do., 11–14 und 17–22 Uhr; Sa., 10–21 Uhr; So.: 10–17 Uhr, Ruhetag: Freitag

Tipp! Jeden Donnerstag ab 17 Uhr gibt´s Ripperl vom Leondinger Fleischhauer Derntl mit hausgemachten Saucen.

 

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Artikel Philipp Braun 11. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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