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Dieses Almtal liegt kulinarisch in Traun

Backhendl á la Almtalerhof Bild:

In Zeiten des Wirtshaussterbens und Restaurants, die nur mehr stundenweise zu attraktiven Zeiten offen haben, ist es nicht hoch genug zu schätzen, dass sich junge Köche trauen, ein Wirtshaus zu pachten, und mit nur einem Sperrtag zu führen. So geschah es im November 2017 mit dem Restaurant Almtalerhof in Traun.

Nach einer wechselvollen Geschichte ist es wieder in ruhigem Fahrwasser; zumindest nach außen. Denn Simon Buchinger, der mit dem jetzigen Alleinchef Christoph Moser startete, hat sich bereits wieder verabschiedet. Moser kochte in China, Russland, in der Schweiz und im exklusiven Mohnenfluh in Lech am Arlberg.

In Traun macht der 33-Jährige seine stressvolle Sache gut. Warme Küche gibt es durchgehend. Der Gastgarten ist gepflegt. Serviert wird flink und zuvorkommend. Es locken preiswerte Mittagsmenüs.

Gewürzt wird zurückhaltend. Riesenportionen sucht man vergeblich. Dafür wird phantasievoll angerichtet. Die Kohlrabischaumsuppe mit Speckchip und Croutons (4,80 Euro) schmeckt puristisch und ist nicht in Obers ertränkt. Der Haussalat mit Fenchel, Nüssen und Früchten (5,10 Euro) erfreut auf knackigen Blattsalaten.

Ein wenig mehr Dressing hätte nicht geschadet. Das österreichische Backhendl (9,90 Euro) mit goldgelber, nicht fetter Panier, kommt im Körberl und wird von einem milden, selbstgemachten Erdäpfelsalat mit fein-süßem, roten Zwiebel begleitet.

Das gebratene Butterfischfilet auf Asia-Art mit Udon-Nudeln in Misosauce (12,40 Euro) verdient ein Lob
für den Mut, es auf die Karte zu setzen, hätte sich aber mehr Würze verdient.

Ein Bravo gibt es für den Besoffenen Kapuziner (5,20 Euro), der modern als Törtchen mit würzigem Glühmost im Kännchen und einem Tupfen "Schlag" kommt. Es erfreut auch sortenreiner Most auf der Karte. Natürlich gibt es Trauner Bier. Bleibt nur die Frage, wieso der Almtalerhof in Traun steht. Ganz einfach: Die Besitzerfamilie hat dort ihre Wurzeln.

******

OÖN-Wertung
vier von sechs Kochlöffeln
(sechs Kochlöffel = sehr gut, null Kochlöffel = enttäuschend)

Almtalerhof
Leerwies 1, 4050 Traun, Tel. 07229 / 66 1 73
Warme Küche durchgehend: Di., 17–21 Uhr; Mi.–Sa., 11–21 Uhr; So., 10–20 Uhr
Ruhetag: Montag
Achtung für nicht ganz so Mobile: Das WC ist im Keller und nur über Stufen erreichbar

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Artikel Karin Haas 27. April 2018 - 00:04 Uhr
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