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Süßes Glück mit "zuckerfreien" Keksen

Keksgenuss ohne Reue Bild: privat

Süßes Glück mit "zuckerfreien" Keksen

Karin Ferentinos benötigt für ihre Naschereien keinen gewöhnlichen Haushaltszucker

Von Philipp Braun, 29. November 2018 - 00:04 Uhr

Einmal rauf und einmal runter: Den Jojo-Effekt hat Karin Ferentinos zehn Jahre durchlitten. In Spitzenzeiten waren es zehn Kilogramm Gewichtszunahme innerhalb von sechs Wochen, die danach in der gleichen Zeit wieder heruntergehungert und durch viel Sport abgespeckt wurden. Eine belastende Achterbahnfahrt für die Psyche und den Körper.

"Ich war ein Zucker-Junkie. Die Naschlade im Büro ging 20 Mal auf und zu. Eine 300-Gramm-Tafel Schokolade wurde in Kürze verputzt. Wäre eine zweite Tafel da gewesen, hätte ich diese auch gegessen", sagt Ferentinos. Alle erdenklichen Diäten probierte sie. Langfristig gefruchtet hat keine einzige, wie sie zurückblickend feststellt. "Im Frühling und Sommer war es noch einfach, konsequent zu sein. Sobald Herbst und Winter gekommen sind, hat das Versteckspiel mit langen Mäntel erneut begonnen."

Karin Ferentinos, die Kurse unter www.tcm-5-elemente.com anbietet, zog die Notbremse und stieß durch eine Kollegin auf die 5-Elemente-Küche. Statt müßigem und lustfeindlichem Kalorienzählen kamen Genuss, Lebensfreude und die eigene Körperwahrnehmung zurück. "Ich wurde auch körperlich und mental gestärkt. Es geht nicht nur um die Energiebilanz. Die Ernährung ist auf alle Fälle ein super Werkzeug, aber du benötigst auch die mentale Stützkraft. Wenn die nicht vorhanden ist, ist der Erfolg schneller zum Scheitern verurteilt, als man denkt", sagt die Ernährungsberaterin, die ihre beruflichen Weichen auf bewussten Genuss stellte.

Zucker wird von Karin Ferentinos nicht per se verteufelt. "Wir brauchen ihn zum Leben und für unser Gehirn. Auch ein Punsch hie und da ist nicht schlecht. Aber wenn du jeden Tag drei davon trinkst, kannst du zuschauen, wie es dir die Knöpfe sprengt." Sehr wohl prangert die Ernährungsberaterin die Menge und die Art der Herstellung an. "Wir konsumieren Unmengen an verstecktem Zucker. Alles leere Kalorien, die den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren lassen."

Der Weg aus der Zuckerfalle

Ferentinos verzichtet auf Haushaltszucker und bevorzugt hochwertige Alternativen. Süße Datteln zum Beispiel. Egal ob geschnitten oder zu Mus verarbeitet, werden Vitamine und Nährstoffe besser aufgenommen. Außerdem ist man schneller satt. Weiters empfiehlt sie Bananen, Ahornsirup, ungesüßten Honig oder Reissirup.

Ein Freibrief für Völlerei und eine Weihnachtszeit ohne Gewichtszunahme sind diese Alternativen dennoch nicht. Die Ernährungsberaterin: "Auch fünf Stück davon können zu viel sein. Aber zumindest geben einem diese hochwertigen Nährstoffe in gebackener Form ein besseres Gewissen als die gezuckerten Backkollegen. Und sie tun auch gut."

Noch mehr Keksrezepte gibt's im OÖN-Büchlein "30 Keksrezepte", um 3,90 Euro bei Spar, Eurospar, Interspar erhältlich.

 

Espresso-Pralinen

Zutaten für ca. 40 Stück:
je 300 g getrocknete Datteln und Cashewnüsse, 6 EL geschroteten Leinsamen, 4 TL Chiasamen, 4 EL Kakaopulver, 60 ml kalter Espresso. Zur Deko: Kokosflocken, Sesamsamen, Nüsse, Amaranth-Pops

Zubereitung:
Cashewnüsse im Mixer zerkleinern. Datteln, Leinsamen, Chiasamen, Kakaopulver und kalten Espresso hinzufügen, zu einer klebrigen Masse verarbeiten und ½ Stunde kühl stellen. Kugeln formen, wälzen und im Kühlschrank trocknen.

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