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Südafrikas Springbrunnen

Südafrikas Springbrunnen

Tariro Masayiti sprudelt voller Tatendrang. Seine Weine begeistern durch Vielschichtigkeit

Von Philipp Braun, 08. Juni 2018 - 00:04 Uhr

Simbabwe zählt nicht wirklich zu den berühmten Weinländern. Aber zumindest bringt es gute Winzer hervor. Tariro Masayiti zum Beispiel, der eine Karriere wie aus dem Bilderbuch zurückgelegt hat. Und das, obwohl Wein in der dortigen Kultur kaum eine Rolle spielt. Aber irgendwann wurde der Biochemiker mit dem Thema Wein bekanntgemacht.

Der Weg zum Wein

"Ich habe die Möglichkeit gesehen, dass ich als Student etwas Geld dazuverdienen konnte. Daraus hat sich mehr und mehr das Interesse gesteigert. Und dann habe ich realisiert, dass ich Önologie studieren könnte", erklärt der Simbabwer.

Der junge Tariro packte sein Chemiediplom, beschritt den für Simbabwe unüblichen Karriereweg, und absolvierte als erster farbiger Student das Studium der Önologie in Stellenbosch. Eine Universität, wo damals noch ausschließlich in Afrikaans unterrichtet wurde und sich die Klassen aus Advokaten, Rechtsanwälten und wohlhabenden Pensionisten zusammensetzten, die sich alle den Traum eines eigenen Weinguts verwirklichen wollten.

Schwarzer Weißweinmacher

Während des Studiums wurde Tariro von Distell, einem der größten Weingüter Südafrikas, abgeworben, und bekam den Spitzennamen "Black White Winemaker". Heute ist Tariro bei "Springfontein Wine Estate" als Winzer für Weißweine, Rotweine und Rosés verantwortlich. Das Weingut wurde 1994, kurz nach Ende der Apartheid, vom Deutschen Johst Weber unter schwierigen Voraussetzungen gestartet. Die damalige Zeit war unsicher, rund um die Farm gab es keinen Weinbau und keine Logistik, Buschbrände machten den Weinbergen den Garaus und auch Wein-Expertise fehlte an vielen Ecken und Enden. Einige Kollegen prophezeiten dem Weingut Erfolg in der Essigproduktion, aber nicht im Weinbau.

Die Quelle des Erfolgs

Dank Tariro und seiner Frau Hildegard Witbooi wird Springfontein ökologisch bewirtschaftet. Unnötige Zusätze finden sich in den Weinen ebenso wenig wie Reinzuchthefen. Verstärkt wird auf zwei Rebsorten gesetzt: Pinotage und Chenin Blanc. "Pinotage ist unser Fingerabdruck und unser König. Chenin Blanc ist die Königin", vermerkt Tariro mit einem Lächeln.

Die Weine zeichnen sich durch Eleganz, Frische, Cremigkeit, Würze und Tiefgründigkeit aus und sind von faden, plumpen Massenweinen weit entfernt. Tariro schafft es vorzüglich, die geballte Stärke und das Potenzial aus Pinotage herauszuholen. Das funktioniert aber nicht im Keller, sondern beginnt bereits in den Weingärten. dev.springfontein.co.za

Die Weine können bei Getränke Wagner (www.wagners-weinshop.at) bestellt werden.

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