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Rückruf von Tiefkühlgemüse

Greenyard ruft Tiefkühlgemüse von Penny, Clever und Echt Bio zurück

Der Firma Greenyard hat diverse Tiefkühlgemüseprodukte der Marken Penny, Clever und Echt Bio, die zwischen dem 13. August 2016 und 20. Juni 2018 produziert wurden, zurückgerufen.

Von nachrichten.at, 06. Juli 2018 - 14:45 Uhr

"Aufgrund des möglichen Vorhandenseins von Listerien kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine potenzielle Gesundheitsgefährdung besteht. Es wird daher vom Verzehr dieser Produkte abgeraten", heißt es in einer Aussendung.

Produziert wurden die Produkte von der Firma Greenyard in Ungarn. 

Betroffen sind folgende Produkte: "PENNY Fisolen 1000 g", "PENNY Pusztagemüse 1000g", "PENNY Gemüsemischung klassich 1000g", "PENNY Pfannengemüse Mexicana 750g", "PENNY Pfannengemüse Burgund 750g", "Echt Bio Erbsen 750 g" und "Clever Balkangemüse 1000". Als vorbeugende Maßnahme wurde der gesamte Warenbestand aus dem Bestand genommen. Sollten Produkte bereits erworben worden sein, können diese auch ohne Kassenbon in der Filiale zurückgeben werden.

Aufgrund der langen Inkubationszeit von Listeriose (bis zu 70 Tage) und der langen Haltbarkeit tiefgekühlter Maisprodukte empfiehlt die AGES, nicht verzehrfertiges Tiefkühlgemüse gründlich zu garen - auch wenn diese Produkte üblicherweise ohne vorheriges Erhitzen etwa in Salaten und Smoothies verzehrt werden. Dies gilt insbesondere für Verbraucher mit dem höchsten Risiko, an Listeriose zu erkranken - dazu zählen u.a. ältere Menschen, Schwangere und Erwachsene mit geschwächtem Immunsystem.

47 Krankheitsfälle, neun Tote

Durch Rückrufaktionen von Tiefkühlgemüse aus einer ungarischen Fabrik ist ein Listeriose-Ausbruch in fünf EU-Mitgliedstaaten bekannt geworden. Laut AGES wurden seit 2015 47 Krankheitsfälle in Dänemark, Finnland, Österreich, Schweden und Großbritannien registriert. Neun Menschen starben, darunter ein 86-jähriger Salzburger, so die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) am Freitag.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) berichteten nun über die Abklärung eines europaweiten Listerien-Ausbruchs: Dieser wurde vom Stamm MLST ST6 verursacht. In Österreich waren 2016 zwei Personen in Salzburg und Oberösterreich erkrankt. Der 86-Jährige starb im Oktober 2016 an Blutvergiftung. Die AGES verglich den genetischen Fingerabdruck heimischer Fälle mit den anderen Listerien-Erkrankungen.

Es zeigte sich, dass zwei Tiefkühl-Gemüsemischungen (produziert in Belgien) aus den Jahren 2016 und 2017 diesen speziellen Listerien-Typ enthalten hatten. Die weiteren Erhebungen machte gefrorenen Mais eines Herstellers in Ungarn als Quelle ausfindig. Die gleichen Stämme von L. monocytogenes wurden in Tiefkühlgemüse nachgewiesen, das vom selben ungarischen Unternehmen 2016, 2017 und 2018 hergestellt wurde. Dies deutet darauf hin, dass diese trotz Reinigung und Desinfektion in der Verarbeitungsanlage verblieben sind. In Österreich wurden seit 2016 jedoch keine weiteren Fälle mit dem Ausbruchs-Stamm MLST ST6 erfasst.

Laut der ungarischen Nationalen Lebensmittel-Aufsichtsbehörde (Nebih) werden alle bei Greenyard im ungarischen Baja zwischen August 2016 und Juni 2018 erzeugten tiefgefrorenen Gemüse-Produkte zurückgerufen. Zunächst sei nur Mais unter Verdacht geraten, doch auch Bohnen, Erbsen, Spinat, Sauerampfer seien betroffen.

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Kommentare

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