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Bereits im frühen Kindesalter sollte großes Augenmerk auf die Wahl geeigneter Getränke gelegt werden. Bild: colourbox

AK-Test: Kindergetränke sind wahre Zuckerbomben

LINZ/WIEN. Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich haben 13 solcher Produkte getestet, gerade drei sind "sehr empfehlenswert", sieben "wenig empfehlenswert", teilte die AK am Dienstag mit. Wasser sei das ideale Getränk.

Von nachrichten.at/apa, 17. April 2018 - 12:44 Uhr

Sie sind bunt, in handliche Fläschchen gefüllt, meist ideal im Regal platziert und sie enthalten (zu) viel Zucker - die Rede ist von Kindergetränken. 

Die Konsumentenschützer bewerteten elf konventionelle und zwei Bio-Getränke anhand der ausgewiesenen Inhaltsstoffe und Nährwertangaben. Die meist in handliche, wieder verschließbare PET-Flaschen gefüllten Säfte kosten von 0,09 bis 0,39 Euro pro Zehntelliter (0,45 bis 1,29 Euro pro 0,2- bis 0,5-Liter-Flasche). Am besten schnitten die Bio-Getränke von Hipp und Babylove sowie das Fruchtsaftgetränk von Bebivita ab. Diese drei enthielten keine sonstigen Zusätze und auch relativ wenig Zucker, maximal 1,1 Stück Würfelzucker auf 100 Milliliter. Der Spitzenreiter brachte es auf 3,1 Stück in derselben Menge Flüssigkeit.

Nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr



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Laut WHO-Empfehlung soll der freie Zucker nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr ausmachen, das sind etwa 35 Gramm für Kindergarten- und 42 Gramm für Volksschulkinder. Mit einer 0,5-Liter-Flasche des süßesten Getränks nimmt ein Kind aber 55 Gramm - 131 bzw. 157 Prozent der empfohlenen Dosis - zu sich.

Süßstoffe sind keine Zuckeralternative

Süßstoffe sind laut AK keine Alternative, da diese Getränke oft übermäßig süß sind und bei Kindern aufgrund des geringen Körpergewichts die akzeptierten täglichen Aufnahmemengen leicht überschritten werden.

FAlle schlecht bewerteten Getränke enthielten Zusätze, von Zitronen- oder Ascorbinsäure, Aromen und Vitaminen bis zu Ammoniumsulfit-Zuckerkulör, was von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als potenziell krebserregend eingestuft wurde. Das europäische Lebensmittelsicherheitssystem geht allerdings unter Beachtung der Höchstmengen von einer gesundheitlichen Unbedenklichkeit aus.

Unnötige Vitamine 

Vitaminzusätze seien bei Ernährung mit gesunder Mischkost überflüssig und würden außerdem nicht die gleiche Wirkung entfalten wie die natürlichen Stoffe.

Fruchtsäurezusatz führt zu Zahnschäden

Fruchtsäuren lösen bei oftmaligem Genuss Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz. Als ideales Getränk empfehlen die Konsumentenschützer reines Wasser. Gut eignen sich ungesüßte Früchte- oder Kräutertees als Durstlöscher, auch stark verdünnter Fruchtsaft - ein Teil Saft, drei Teile Wasser - sei akzeptabel.

 

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Kommentare

„Waren Kindergetränke nicht immer "Zuckerbomben"? Der Unterschied zwischen heute und früher ist ...“ susisorgenvoll Waren Kindergetränke nicht immer "Zucker...
„Aha, das wird schon seit Jahren immer wieder berichtet. Geändert hat sich genau NIX.“ oberoesi Aha, das wird schon seit Jahren immer wi...
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