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Nationalratswahl 2017

Nationalrat: Jetzt ist die Verteilung der Mandate fix

Von nachrichten.at/apa   02. November 2017 15:57 Uhr

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Bild 1/33 Bildergalerie: Das sind Oberösterreichs Mandatare im Nationalrat

WIEN. Bei der ÖVP gibt es einige prominente Quereinsteiger, für die FPÖ sitzen zwei ehemalige Stronach-Abgeordnete im Parlament. 

Fristgerecht haben am Donnerstag auch ÖVP und SPÖ fixiert, wer die bei der Nationalratswahl errungenen Mandate ausfüllen wird. Überraschungen gab es dabei keine mehr. Die personelle Zusammensetzung des künftigen Nationalrats wird einigermaßen durchgewirbelt. Gleich 85 Abgeordnete sind neu, bei der ÖVP stellen die Neuen sogar die klare Mehrheit. Der Frauenanteil steigt zu Beginn der kommenden Gesetzgebungsperiode auf knapp ein Drittel.

36 neue Gesichter in der ÖVP

Besonders durchgerüttelt wird die ÖVP-Fraktion. Gleich 36 der 62 Mandatare waren im letzten Klub noch nicht vertreten, darunter zahlreiche prominente Quereinsteiger wie die querschnittgelähmte Ex-Stabhochspringerin Kira Grünberg, der langjährige Polizei-General Karl Mahrer oder Mathematiker Rudolf Taschner. Zu einem Mandat kommt auch der frühere Rechnungshof-Präsident Josef Moser, der aber aller Voraussicht nach in die Regierung wechseln wird.

Der Frauen-Anteil im ÖVP-Klub beträgt 30,6 Prozent und ist damit leicht höher als die bisherigen 28 Prozent. Gestellt wird von der Volkspartei die jüngste Mandatarin des künftigen Nationalrats mit der Oberösterreicherin Claudia Plakolm, die noch 22 Jahre alt ist.

Video: Wer sitzt wo im Parlament?

Höchste Frauenquote bei der SPÖ

Bei der SPÖ hatte man schon mit der Fixierung der Bundeslistenmandate vor einer Woche die letzten offenen Fragen geklärt. Damit verlieren etwa der Chef der Gewerkschaft pro-ge Rainer Wimmer, Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter und die Vorsitzende der Jungen Generation Katharina Kucharowits ihre Mandate.

Insgesamt sind 24 der 52 Mandatare neu. Deutlich jüngste Abgeordnete ist die Oberösterreicherin Eva Maria Holzleitner mit 24. Die bekanntesten Zugänge im Klub sind die bisherigen Regierungsmitglieder mit Kanzler Christian Kern an der Spitze. Die Frauenquote ist mit 44 Prozent die höchste aller Klubs.

FPÖ-Fraktion mit zwei Stronach-Mandataren

Auch die FPÖ hat endgültig die Zusammensetzung ihres Parlamentsklubs fixiert. Nicht dabei ist überraschend Klubdirektor Norbert Nemeth, obwohl er ein Mandat errungen hätte. Er ist immerhin Mitglied des Kernteams bei den Regierungsverhandlungen. Andere hatten bereits kundgetan auf ihren Sitz zu verzichten, etwa Wiens Vizebürgermeister John Gudenus oder die Zweite Landtagspräsidentin Veronika Matiasek.

Zwei frühere Abgeordnete des Team Stronach haben es geschafft, am Ticket der Freiheitlichen wieder in den Nationalrat einzuziehen. Neben Robert Lugar bleibt auch Jessi Lintl Abgeordnete. Die Ironie dabei: Lintl hatte den Stronach-Klub wegen Lugar verlassen. Später war sie kurz freie Mandatarin, ehe sie Ende 2015 vom FPÖ-Klub aufgenommen wurde.

Steigen wird die Zahl der weiblichen Abgeordneten in der FPÖ. Immerhin elf der 51 Sitze werden von Frauen besetzt. Die Quote von knapp 22 Prozent ist freilich weiter die schlechteste aller Fraktionen. Allerdings betrug sie am Ende der ausgelaufenen Gesetzgebungsperiode nur noch 16 Prozent.

Bereits länger steht die Zusammensetzung der Fraktionen von Neos und Liste Pilz fest. Bei den NEOS gibt es mit Irmgard Griss, Douglas Hoyos und Stephanie Krisper drei Neue im nun zehnköpfigen Klub. Die neu einziehende Liste Pilz besetzt vier ihrer acht Mandate mit Abgeordneten, die schon bisher im Nationalrat vertreten waren, nämlich Peter Pilz, Bruno Rossmann und Wolfgang Zinggl für die Grünen und Daniela Holzinger für die SPÖ.

Griss ist älteste Abgeordnete

Auffällig ist, dass alle Fraktionen Abgeordnete unter 30 haben. Bei der Volkspartei ebenfalls noch sehr jung sind neben Plakolm Kira Grünberg mit 24 und Johanna Jachs mit 26. Die SPÖ hat mit der Oberösterreicherin Eva Maria Holzleitner eine 24-Jährige in der Fraktion. Bei der FPÖ ist Maximilian Krauss 24, die Salzburger Landesparteichefin Marlene Svazek 25. Jüngster Mandatar der NEOS ist Douglas Hoyos mit 27, die bereits parlamentserfahrene Claudia Gamon ist 28. Bei der Liste Pilz ist Stephanie Cox knapp unter 30.

Was die Parlamentssenioren angeht, gibt es in sämtlichen Fraktionen Abgeordnete über 60. Älteste Mandatarin ist die frühere Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Irmgard Griss, die mit 71 Mitglied des Neos-Klubs wird. 

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