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US-Wahl

"Es reicht!" Michelle Obama ist über Trump "erschüttert"

15. Oktober 2016 00:04 Uhr

"Es reicht!" Michelle Obama ist über Trump "erschüttert"
Michelle Obama engagiert sich im Wahlkampf für Hillary Clinton.

WASHINGTON. Amerikas First Lady attackiert den republikanischen Kandidaten – auch wichtige Parteispender stellen sich offen gegen Trump.

Mit einer außergewöhnlich emotionalen und persönlichen Rede hat First Lady Michelle Obama in den US-Wahlkampf eingegriffen und den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump attackiert. "Es reicht!", sagte sie. Trumps Verhalten und Aussagen über Frauen seien "schockierend" und "erniedrigend". Sie hätten sie "im Mark erschüttert". "So verhalten sich anständige Menschen nicht, und so darf sich auf keinen Fall ein Präsident der USA verhalten", fügte die 52-Jährige in Anspielung auf mehrere in den vergangenen Tagen bekannt gewordene Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Trump hinzu.

"Unsere Mütter und Großmütter waren oft machtlos, wenn sie ihre Lebensumstände verändern wollten. Heute haben wir Frauen alle Macht, das Ergebnis dieser Wahl zu bestimmen", rief Obama zur Wahl Clintons auf. Das Video von Michelle Obamas Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung im politisch wichtigen Swing State New Hampshire wurde zu einem Hit. Alleine auf Youtube wurde es binnen 17 Stunden fast eine Million Mal aufgerufen.

Trump holte unterdessen, nach Vorwürfen sexueller Übergriffe in die Enge gedrängt, zu einem ungewöhnlich harten verbalen Rundumschlag aus und griff in die Kiste der Verschwörungstheorien. Er bezeichnete seine Gegenkandidatin Clinton als "kriminell". Sie sei auch Teil einer korrupten Elite, die nur den Status quo aufrechterhalten wolle, um weiter ausbeuterisch auf Kosten des Volkes die Fäden ziehen zu können. Für das Establishment geht es bei dieser Wahl um Billionen von Dollar", so Trump. "Es gibt keine Lüge, die sie nicht verbreiten", sagte er und kündigte eine Klage gegen die "New York Times" an.

Nach den Enthüllungen über mutmaßliche sexuelle Übergriffe haben sich auch einige der wichtigsten Geldgeber der US-Republikaner von Donald Trump distanziert. Mehrere Parteispender forderten die Parteiführung auf, den Präsidentschaftskandidaten fallen zu lassen. "Irgendwann müsst Ihr in den Spiegel schauen und erkennen, dass Ihr Eure Unterstützung für Trump unmöglich vor Euren Kindern rechtfertigen könnt – vor allem vor Euren Töchtern", sagte der Geschäftsmann David Humphreys.

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