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Linz: Bubbledays-Veranstalter wehren sich

Von nachrichten.at   11. Mai 2017 20:52 Uhr

Wakeboard-Contest, Musik und vieles mehr: Zu den Bubbledays werden wieder tausende Besucher erwartet. 

Aufregung um einen Headliner des diesjährigen Bubbledays-Festivals im Linzer Hafen: Die deutsche Hiphop-Formation "Antilopengang" wurde von der Linzer FPÖ als "linksextrem" kritisiert. Zudem stellte die Partei die Fördergelder für die Veranstaltung in Frage.

Die deutschen Rapper sollen bei dem Wakeboard-Contest und Musikfestival, das am 9. und 10. Juni im Linzer Hafen über die Bühne geht und zu dem an die 20.000 Besucher erwartet werden, auftreten. "Die Band ist bekannt dafür, extremistische und gewaltverherrlichende Inhalte zu verbreiten", kritisiert die FPÖ in einer Aussendung und untermalt die Behauptung mit einigen Song-Zitaten, darunter auch die Text-Passage: "Atombombe auf Deutschland". Dem kontert die Band auf ihrer Facebook-Seite: "Die gegen uns vorgebrachten Zitate sind ganz, ganz doll aus dem Zusammenhang gerissen: Ja, wir wollen und werden eine Atombombe auf Deutschland werfen, aber dazu muss gesagt werden, dass das mit dem nuklearen Angriff verfolgte Ziel ein großer Baggersee zwischen Polen und Frankreich ist"

Aber auch die Veranstalter setzten sich am Donnerstagabend in sozialen Medien zur Wehr. "Eine Band, die mit humorvollen und natürlich auch überzeichneten und provokanten Texten für den richtigen Flow sorgt, als links-radikale Hassprediger zu bezeichnen ist einfach nur lachhaft und untergriffig", heißt es auf der Facebook-Seite der Bubbledays und weiter: "Ironie und Überzeichnung scheinen den Initiatoren des Artikels fremd zu sein, sind bei uns aber herzlich Willkommen!"

In ihrer Aussendung stellt die Linzer FPÖ zudem die Fördergelder, die die Veranstalter von der Stadt erhalten, in Frage. Ein Auftritt dieser Band entspreche nicht den allgemeinen Förderungsrichtlinien der Stadt Linz, heißt es. Man werde eine Anfrage im Gemeinderat stellen. Auch hier kontern die Veranstalter. Die Fördergelder der Stadt, die ohnehin nur einen kleinen Teil des Budgets ausmachen, werden "ausschließlich für die groß angelegte KIDS-Area und die Infrastruktur (Toiletten, Sicherheit, ...) zum Komfort der Besucher verwendet sowie für Kunst- und Kreativprojekte, bei denen LinzerInnen die Möglichkeit haben, selbst aktiv zu werden, ausgegeben". Das Musikprogramm werde vollständig von unseren Kooperationspartnern und Sponsoren finanziert, die Auswahl der Bands erfolge ausschließlich nach Kriterien wie Attraktivität und deren passende Integration ins gesamten LineUp, heißt es weiter. 

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