Lade Inhalte...

Lokalticker Linz

Goldenes Verdienstzeichen des Landes für Sr. Hildegard Enzenhofer

Von nachrichten.at   20. September 2010 13:32 Uhr

Mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich wurde an Sr. Hildegard Enzenhofer verliehen. Sie ist Leiterin des Frauenhauses "Beit Emmaus" in Palästina.

"Sr. Hildegard hat sich zur Aufgabe gemacht, Hoffnung ins Heilige Land zu bringen und als Ordenschristin unter schwierigen Bedingungen Frauen Zukunftschancen inmitten eines von Konflikten schwer geprüften Landes zu geben", sagte Landeshauptmann Josef Pühringer in seiner Laudatio. Sie sei damit eine wertvolle Visitenkarte eines menschlichen Oberösterreich.

Lebenslauf

Sr. Hildegard stammt aus der Gemeinde Schönegg, Pfarre Vorderweißenbach, und trat nach Beendigung der Pflichtschule 1963 in den Orden der Salvatorianerinnen in Wien ein.

Nach Verwaltungsdiensten in einem Krankenhaus und einem Genesungsheim wurde sie Provinzleiterin für Österreich und schließlich Generalvikarin des Ordens in Rom.

2002 wechselte sie von Rom nach Emmaus-Qubeibeh, um dort ein Alten- und Pflegeheim zu leiten. Dieses kleine Dorf liegt 12 km von Jerusalem entfernt. Betreut werden hier rund 30 palästinensische Frauen, christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind.

Krankenpflegeschule

Auf die Initiative von Sr. Hildegard hin wurde in Zusammenarbeit mit der Bethlehem-Universität 2008 eine Krankenpflegeschule errichtet, die "Fakultät für Pflege- und Gesundheitswissenschaften", die Ausbildungsplätze für Männer und Frauen bietet. Beit Emmaus ist aber auch ein wertvoller "Lernort" für Volontär/innen aus Deutschland und Österreich, die ihre Erfahrungen dann in der Heimat weitergeben können. Die Krankenpflegeschule und das Pflegeheim wurden durch Entwicklungshilfemittel des Landes Oberösterreich unterstützt sowie auch der Bau einer Zisterne. Damit leistet auch das Land Oberösterreich einen kleinen Beitrag für eine gerechtere Welt und ein Stück aktive Friedenspolitik.

0  Kommentare 0  Kommentare