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Ski-WM

Hopsi, der Wiederholungstäter

Von OÖN   02. Februar 2013 00:04 Uhr

Hopsi, der Wiederholungstäter

SCHLADMING. Wer ist der berühmteste Schladminger? Charly Kahr, der einstige Cheftrainer der ÖSV-Ski-Herren, stünde zur Auswahl.

Oder Sepp Walcher, der tödlich verunglückte Abfahrts-Weltmeister von 1978. Dann gäbe es Olympiamedaillen-Gewinner Hans Knauß. Oder Köln-Legionär Daniel Royer.

Nein, der wohl berühmteste Schladminger hat keine Skirennen gewonnen, er trug auch nicht das Trikot der Fußballnationalmannschaft. Der berühmteste Schladminger trägt grauen Pelz, einen rot-weiß-roten Schal um den Hals und ein Hauberl auf dem Kopf in derselben Farbkombination. Sein Name: Hopsi. Sein Beruf: WM-Maskottchen.

Anlässlich der Ski-WM 1982 hoppelte der Hase erstmals ins Rampenlicht. Die Plüschversion des Hasen gehört bis heute zum Pflichtinventar in den Kinderzimmern von Schladming und Umgebung. Bei der WM 2013 ist Hopsi wieder mit von der Partie. Aber daran gab es ohnehin nichts zu rütteln, wie Michaela Reichel, die WM-Marketingverantwortliche, verrät: „Ein anderes Maskottchen stand nie zur Diskussion.“

Nur schlanker ist er geworden, der Urvater aller Skihasen. Die Pausbacken sind ebenso verschwunden wie der Hüftspeck. Verantwortlich für den kosmetischen Eingriff war der steirische Cartoonist Christian Seirer. Aber wer hat Hopsi erschaffen? Die Recherche führte bis ins Städtchen San Bartolomeo al Mare an der italienischen Riviera. Dort, unweit des mondänen San Remo, lebt Ivan Plihal. Seiner Feder entsprang einst Hopsi.

Der Slowake, der in München als Grafiker und Illustrator arbeitete, war es, der 1980 die ersten Entwürfe des Maskottchens anfertigte. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Allein vor der WM 2013 wurden 15.000 Hopsis verkauft. „20.000 haben wir noch für die WM in den Regalen“, erzählt Gerald Seebacher, der mit seiner Firma Lizenzinhaber der offiziellen Fanartikel ist.

Wer glaubt, Hopsi brauche nur lustig über die Skipisten zu hoppeln und beim Après-Ski mit seinen Löffeln schwingen, der irrt. In den vergangenen Monaten mutierte der Steirer liebster Hase zum Weltenbummler. Ob in Aspen, Gröden oder zuletzt in Kitzbühel. Hopsi rührte überall die Werbetrommel für „seine“ WM. Erst wenn am 17. Februar die letzte Medaille vergeben ist, erst dann kann Hopsi dem Müßiggang frönen, gemütlich in ein Möhrchen beißen – und auf die nächste Ski-WM in Schladming warten ... (Plauder)

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