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Das harte, aber letztlich vergebliche Ringen um die Schaffung von Groß-Linz

In der NS-Zeit wollte man durch Eingemeindungen das Linzer Stadtgebiet auf 400 Quadratkilometer vergrößern.

Linz umfasste bis 1873 die drei Katastralgemeinden Stadt, Untere und Obere Vorstadt. Bereits 1849 und 1878 waren Verhandlungen mit Urfahr wegen einer Vereinigung der zwei Städte gescheitert. Im Zuge der Bahnbauten und der Industrialisierung erfolgte die Eingemeindung von Lustenau und Waldegg. In und nach dem Ersten Weltkrieg konnte man die Vereinigung mit Urfahr und die Eingemeindung von St. Peter und von Kleinmünchen erreichen. Die nationalsozialistischen Planungen für Linz sahen eine Stadterweiterung von 112.000 auf 350.000 bis 420.000 Einwohner vor. Im Frühjahr 1938 begannen Verhandlungen mit den Bürgermeistern von Ebelsberg, St. Magdalena, Asten, Steyregg, Puchenau und Leonding.

Die meisten der Randgemeinden leisteten hinhaltenden Widerstand. Mit Traun war die Eingemeindung ausverhandelt, wurde aber durch den Kreisleiter blockiert. So wurden nur Ebelsberg, St. Magdalena und einige Teile von Steyregg mit 1. November 1938 nach Linz eingemeindet. Damit erweiterte sich das Stadtgebiet von 58 auf 95 Quadratkilometer. Nicht durchgesetzt, sondern aufgeschoben wurde die Eingemeindung von Leonding. Von dieser Kommune wurde schließlich am 1. Oktober 1939 nur das 1,5 Quadratkilometer große Keferfeld eingemeindet. 1940 sollten in einer ersten Etappe Traun, Pasching, Asten und Puchenau sowie Teile von Ansfelden, Gramastetten und Steyregg dazukommen. Das Problem Leonding wollte man durch die Einschaltung eines Grüngürtels, der den dörflichen Charakter der Gemeinde sichern sollte, lösen. Die zweite Etappe sollte Hörsching, St. Florian, Luftenberg und Ottensheim, einen weiteren Teil von Gramastetten, Teile Wilherings sowie den Rest von Ansfelden und Steyregg zu Linz schlagen. Mit der Realisierung der ersten Etappe hätte Linz rund 232, mit der zweiten fast 400 Quadratkilometer erreicht.

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Artikel 30. Januar 2010 - 00:04 Uhr
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