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1000 Landsleute

Viktor Redtenbacher

11. September 2006 00:00 Uhr

Konzertmeister und Spezialist für Kriminalfälle in der Oper

Mehr als 400 Jahre lässt sich der Stammbaum der Redtenbachers zurückverfolgen. "Meine Vorfahren waren Kaufleute, Wirte, Sensenhändler und später Sensengewerken", erzählt Viktor Redtenbacher.

Er machte das Doktorat in Rechtswissenschaften, studierte gleichzeitig Violine, Klavier und Viola. Musik wurde zu seinem Hauptberuf. Als Konzertmeister beim Symphonieorchester des Österreichischen Rundfunks, heute Radio-Symphonieorchester (RSO), und Leiter der Kammermusikvereinigung des ORF machte Redtenbacher Karriere.

Heute lebt er mit seiner Frau Margaretha, einer ehemaligen Mittelschullehrerin, in Kirchdorf. "Wir pendeln immer noch zwischen Wien, Kirchdorf und Gießhübl, wo wir überall Wohnungen haben", sagt Redtenbacher und fügt an: "Aber in Oberösterreich fühlen wir uns zu Hause!"

Redtenbacher verfasste zwei Bücher: "Zwischen Pauke und Taktstock - Erfahrungen und Ratschläge aus der Sicht eines Konzertmeisters" und die Kriminalgeschichte "(K)ein Evangelimann", in der er das Libretto der Kienzl-Oper mit kriminalistischem Spürsinn aufarbeitete.

Bereits als Student befasste sich Redtenbacher mit "Verbrechen in der Oper" und schrieb darüber auch seine Doktorarbeit.

Seine musikalische Laufbahn begann 1947, als er eine Anstellung als Geiger im Staatsopernorchester und später im Orchester der Volksoper in Wien erhielt. Der ehemalige Schüler von Wolfgang Schneiderhahn erinnert sich an eine lange Zusammenarbeit mit weltberühmten Dirigenten wie Richard Strauß, Wilhelm Furtwängler, Hans Knappertsbusch, Karl Böhm, Leonard Bernstein und Nikolaus Harnoncourt. Seine Faszination für zeitgenössische Musik verdankt er dem Komponisten und Musiker Friedrich Cerha, mit dem er das Konzertpodium "Die Reihe" gründete und vielen jungen Komponisten Aufführungsmöglichkeiten verschaffte. Musik ist für ihn sein Lebensinhalt. (lira)

Berufsmusiker

Viktor Redtenbacher wurde 1920 in Wien geboren. Studium der Rechtswissenschaften und daneben Konzertfach Violine. 1947 Fixengagement im Staatsopernorchester, 1948 Doktorat zum Thema "Kriminalfälle in der Oper", seit 1951 verehelicht, zwei Töchter - Elisabeth und Susanne. Von 1955 bis zur Pensionierung 1983 Konzertmeister beim Radio-Symphonieorchester Wien.

Liebste Musikrichtung: beste Romantik von Weber bis Reger

Schlechte Musik, gute Musik: immer pflichtgemäß absolviert

E- und U-Musik: Eine Unterscheidung halte ich für notwendig.

Nebenfrau: Ja, meine Geige, mit ihr habe ich die meiste Zeit verbracht.

Musikerschwemme: Breite Basis schafft Aussicht auf Spitzenmusiker.

Zuhören: nur bei guter Musik

Konzertbetrieb: ist örtlich verschieden. Orchesterkonzerte, Opern und Operetten werden immer gefragt sein.

Musikshow: Mit Vorbehalt in Kombination mit dem Fernsehen, wenn Starkult und Quoten Hauptzweck sind, dann lieber nicht!

Lieblingsessen: Rindfleisch mit Semmelkren bei der Schöllhuber Lore in Kirchdorf

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