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Jutta Skokan

Welserin knüpft kulturelles Netzwerk

©Weihbold Bild:

Jutta Skokans beruflicher Werdegang ist sehr kurvenreich: Die Handelsschulabsolventin leitete als junge Mutter einen Blumenladen, arbeitete als Assistentin in der Vorstandsetage eines Medienhauses, etablierte sich als selbstständige Kommunikationstrainerin, erwarb ein Diplom als Kulturmanagerin, ließ sich zur Sozial- und Lebensberaterin ausbilden und ist seit 1998 erfolgreiche Intendantin der Gmundner Festwochen.

Bereits 1990 machte die heute 64-jährige Welserin ihr Hobby „Kultur“ zum Beruf – als Kultur-, Projekt- und Veranstaltungsmanagerin. 1996 wurde sie Festwochen-Geschäftsführerin, zwei Jahren später Intendantin. Seither knüpft sie an ihrem Netzwerk, dessen Vielfalt den Festwochen-Besuchern zugutekommt. Auch die Welser Kulturvermerke entstanden unter ihren Fittichen, wenngleich sie mangels Rückhalt aus ihrer Heimatstadt ebenfalls an den Traunsee übersiedelt sind.

Schon früh begann die gebürtige Lambacherin Texte zu schreiben und sich kulturell zu engagieren. Mit Franz Prieler zählt sie zum Elternkreis der Kulturgruppe O2 in Lambach. Das war 1968, damals waren die Sauerstoffler aus dem Stiftsort eine der ersten Kulturinitiativen im Land. „Anfangs standen wir selbst auf der Bühne – mit Texten, Musik und Kabarett. Später organisierten wir Konzerte, Lesungen, Kabarettabende. Erich Fried oder H.C. Artmann nächtigten in Lambach, wir hatten stundenlang mit ihnen diskutiert“, erinnert sich die Mutter von drei erwachsenen Kindern.

Das ist Geschichte. Längst sind die Gmundner Festwochen zum wichtigsten Abschnitt im Jahreslauf geworden. Trotz des Erfolges ist Skokan nicht völlig zufrieden: „Eifersüchteleien zwischen Gmundner Festwochen, Ischler Operettenwochen, Attergauer Kultursommer und Mondseer Musiktagen sind fehl am Platz, wir bräuchten einen gemeinsamen Werbeauftritt.“

Ob der Welserin diese Weichenstellung gelingt, bleibt abzuwarten. Gelungen ist ihr mit Sicherheit, die Festwochen am Traunsee zu einem spartenübergreifenden Kulturereignis zu machen, das längst über Oberösterreich hinaus einen Namen hat. Ein Grund für den Erfolg: „Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und habe das Glück, dass bei mir Arbeit und Freizeit-Interessen nicht getrennt sind.“ (müf)

Jutta Skokan

Beruf: Kulturmanagerin, Intendantin Gmundner Festwochen
Wohnort: Wels
Geboren: 12. Dezember 1943
Familienstand: geschieden
Hobbys: Lesen, Kultur

Nachgefragt

Wels gefällt mir ... weil es eine angenehme, beschauliche und schöne Stadt ist.
Als Bürgermeisterin würde ich ... den Stellenwert der Kultur anheben.
An Männern fasziniert mich ... Geradlinigkeit
Gmundner Festwochen ... Quell der Freude
Im Kulturmanagement muss ich ... sorgfältig, begeisterungsfähig und leidenschaftlich sein.
Mein Lebensmotto ... Nicht ärgern, nur manchmal wundern
Ich ärgere mich über ... das habe ich mir mit der Zeit abgewöhnt.
Ich freue mich ... auf das, was das Leben in der Zukunft noch bringen wird.
Mein liebstes Reiseziel ... Italien


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Artikel 30. Juni 2008 - 00:00 Uhr
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