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FRECHe Seitenblicke zu einer Premiere

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Bild: Radio FRECH

16. April09, 21.45 Uhr, Festsaal der Fadingerschule: die letzten Töne und Bilder von komA verklingen. Betretene, nachdenkliche Stille. Langsam, zaghaft erste Klatscher, die nach und nach in dichten, heftigen Applaus übergehen. Die Darsteller laufen strahlend auf die Bühne, der Beifall will nicht enden. Die Premiere des Stationentheaterstücks komA, das die Vorgeschichte eines Schulamoklaufs erzählt, war ein voller Erfolg – und Radio FRECH war selbstverständlich live dabei, um die Stimmungen festzuhalten..

Begeistert, geschockt, sprachlos, berührt – von Seiten des aufgewühlten Publikums gab es die verschiedensten Reaktionen, positiv waren sie aber alle.  Kaum einen hat dieses emotionale Werk kalt gelassen und noch lange Zeit nach Ende der Vorstellung sitzen viele Zuschauer im Buffet zusammen – ein Zeichen dafür, dass komA eindeutig Redebedarf auslöst. Regelmäßig wird in unseren Gesprächen später erwähnt, dass während des gesamten Stücks eine unglaubliche Intensität herrschte, und das nicht nur unter den körperlich gewalttätigen Szenen, sondern auch in den ruhigeren Wortwechseln dazwischen.

Während in der ersten Hälfte der (in unserem Fall grünen) Tour (100 Leute aufgeteilt auf 4 Farben) immer wieder witzige Meldungen der Schauspieler die Stimmung auflockern und kräftige Lacher hervorrufen, steigert sich die Spannung im Laufe des Stücks fast bis ins Unerträgliche – spätestens nach dem Bekennervideo verlassen die Zuschauer den Raum stumm, jeder ist mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt.

Es scheint als würde auch das Schnippen der Guides, als Zeichen des Weitergehens, nicht mehr ganz das wohltuende Auftauchen aus dem Meer der Eindrücke und Fragen der Geschichte ein Ankommen in der Realität bringen. Diese fiktiven Szenen um einen Amoklauf beginnen immer mehr traurige Wirklichkeit zu werden. Die mögliche Wirklichkeit um die Geschehnisse in Winnenden oder Erfurt.

In den letzten Minuten vor dem schaurigen Ende vernehmen die in den Festsaal wandernden Zuschauer nur noch klingende Gitarrentöne und ein lautes Schluchzen, das ein schauriges Omen für den Ausgang komAs darbietet. Wie reagiert man wenn man plötzlich zwischen zwei Leichen steht und rund um einen die Menschen umfallen? Angespannte, überforderte Mienen nachdem in der Schlussszene des Stücks, für die sich alle Zuschauer wieder an dem beginnenden Schauplatz des Stückes versammeln, die toten Charaktere zu Füßen des Publikums liegen. 

Das FRECHe Mikro war dabei und hat Martin Heller, Ulrich Fuchs, Airan Berg, Joachim Rathke, Julius Stieber, Stefan Kurowski, Henry Mason und Co. begeisterte Worte entlockt.
Demnächst auf 105,0 um 16 Uhr in der FRECHen Stunde bei Radio FRO …

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