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Von von Julia Evers   10. Juni 2010 00:04 Uhr

Wie lange kann sich TV über Fernsehwerbung finanzieren?

Die Zukunft des Fernsehens“ versprechen uns dieser Tage wieder zahlreiche Werbezettel in fettgedruckten Lettern über Angeboten für HD-TV-versüßte Fußball-WM-Erlebnisse. Dabei hat die Zukunft des Fernsehens schon längst begonnen. Denn die Zeiten, in denen das TV-Programm den Tagesablauf diktierte, weil die Lieblingsserie zu versäumen nicht nur den Spaß, sondern auch die Möglichkeit mitzureden, vereitelte, sind unwiederbringlich vorbei. Gerade im Bereich der Serien ist alles, sobald es einmal in Amerika das Licht der Fernseh-Welt erblickte, im Internet zu finden – lange suchen muss da keiner. Und jene, bei denen das Unrechtsbewusstsein bezüglich illegaler Downloads stärker ausgeprägt ist, locken On-Demand-Angebote oder DVDs – jede Staffel ist in der Originalfassung lange vor der Ausstrahlung im deutschsprachigen Raum zu haben.

Diese Entwicklung versammelt die Menschen zwar vor dem TV-Gerät, kostet die Sender aber Seher. Noch gefährlicher, aber weitaus unbeachtet verbreiten sich DVD-Festplattenrekorder, mit denen unerwünschte Werbung mit einem Tastendruck ausgeblendet werden kann – „Ad Skipping“ nennt sich das dann.

Weil das für immer mehr Menschen die Zukunft des Fernsehens ist, sieht dessen herkömmliche Finanzierung über Werbung plötzlich sehr alt aus.

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