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Brauchtum

Lustvolles Fest im antiken Rom als Wurzel des Valentin-Brauchtums

Von Klaus Huber   14. Februar 2019 00:04 Uhr

Sag's durch die Blume! Was Rosen und Co. bedeuten

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Schon im antiken Rom war es üblich, den Frauen zum Fest der Göttin Juno, der Patronin von Ehe und Familie, Blumen zu schenken.

Witzige Antworten würde diese Frage in der ORF-Kabarettisten-Sendung "Was gibt es Neues?" provozieren: Warum durfte man in Saudi-Arabien diese Woche keine roten Rosen verkaufen? Weil sie ein beliebtes Geschenk zum Valentinstag wären! Denn dieser ist bei den Saudis verboten. Jetzt dürfen ihre Frauen endlich Auto fahren, doch ein Frauenfeiertag – als solcher wird der 14. Februar empfunden – wäre allzu viel des Guten … Schon im antiken Rom war es üblich, den Frauen an diesem Tag Blumen zu schenken. Das Fest der Göttin Juno, der Patronin von Ehe und Familie, wurde nämlich auch mit viel Blumenschmuck begangen. Noch früher feierten die Römer um diese Zeit "Lupercalia", das Fest der Wölfin (lat. lupa), mit Geschlechtsreiferitual für Mädchen und einem pikanten Spielchen für Unverheiratete: Junge Frauen schrieben ihre Namen auf Papyrusstreifen und wurden Männern zugelost. So musste niemand diesen Tag ohne Begleitung verbringen. Schließlich bestritten nackte Jünglinge einen Wettlauf über den Palatin, einen der sieben Hügel Roms. Ein lustvolles Fest.

Die frühen Christen änderten den Brauch. Sie schrieben Namen von Heiligen auf, fromme Gedanken dazu und verteilten diese Notizen. Missionierung für Anfänger. Als Tagesheiliger bot sich Valentin von Terni an, der am 14. Februar 269 den Märtyrertod gefunden hatte.

Trotz Verbot traute er Liebespaare christlich und schenkte ihnen Blumen aus seinem Garten. Dann klafft eine riesige Lücke in der Valentin-Geschichtsschreibung, ehe man den Tag im späten Mittelalter in England und Frankreich mit der Paarungszeit der Vögel und dem Frühlingsbeginn in Verbindung brachte. Wer beim "Valentine’s Date" zusammenkommen sollte, wurde ausgelost oder – viel romantischer – durch den ersten Blickkontakt zweier Menschen am Morgen des 14. Februar bestimmt.

Auswanderer nahmen diesen Brauch später mit nach Amerika, und US-Soldaten brachten ihn nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zurück. Diesen Rückimport hat der Valentinstag mit Halloween gemeinsam.

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