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Klub, Vorstand, Coach: Alles neu im Welser Basketball

WELS. Ein Gmundner ist Sportchef der Flyers.

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Die Katze ist aus dem Sack. Der WBC Wels ist in Bälde Geschichte, die Basketball-Zukunft gehört den neu gegründeten Raiffeisen Flyers Wels, die die Bundesliga-Lizenz des alten Vereins übernehmen. Der Neustart ist das Ergebnis von „25 nächtlichen Sitzungen in Freundschaft“, formuliert es der ehemalige Manager Heinz-Peter Fiszter, der sich nach 17 Jahren im Welser Profi-Basketball zurückzieht. „Es ist schon ein bisschen emotional, es fällt mir auch schwer aufzuhören“, gesteht Fiszter.

Obmann der Flyers ist Michael Dittrich, Sportchef und Trainer wird Sebastian Waser, der bis 2020 unterschrieb. Der 31-Jährige avanciert damit zum jüngsten Headcoach in der Bundesliga. Zuletzt schwang er beim Landesliga-Klub Union VKL Vikings Vorchdorf das Zepter. Aber nicht hauptberuflich. Der studierte Medienwissenschafter nahm Marketingagenden wahr und arbeitete als Medienberater. „Die neue Aufgabe ist extrem reizvoll“, sagt Waser, der übrigens ein gebürtiger Gmundner ist und in der Vergangenheit als Aktiver sogar kurz in die Bundesliga-Mannschaft der Swans hineinschnupperte. Jetzt heuert er beim Lokalrivalen an.

2022 die Nummer 1?

Haupt- und Namenssponsor bleibt die Raiffeisen. Der Zuschuss wird um zehn bis 15 Prozent reduziert, die neuen Welser (mit dem „alten“ Präsidenten Bernhard Ploier) starten ohne Schulden, müssen aber kleinere Brötchen backen. Das Konzept sieht ohnehin keine sündteuren Verpflichtungen, sondern professionelle Strukturen von Nachwuchsteams bis zur Bundesliga vor. Junge österreichische Spieler sollen in der höchsten Leistungsklasse Fuß fassen, im Idealfall jede Saison ein neuer. Die Flyers verfolgen einen Fünf-Jahres-Plan. Will heißen: 2022 wollen sie die Nummer eins in Österreich sein und eine Jugend-Akademie installiert haben.

2017/18 werden die Welser noch kein Titelkandidat sein. Alle Spielerverträge mit dem alten WBC sind mit Saisonende ausgelaufen. Oscar Schmit ist der Erste, der verlängert hat.

Und wie sieht’s mit Leithammel Davor Lamesic aus? Der Langzeit-Kapitän kann sich vorstellen, zu bleiben: „Wir werden Gespräche führen. Grundsätzlich bin ich bereit, bei einem Neuaufbau mitzuwirken und vielleicht nach meiner aktiven Karriere eine Funktion im Klub zu übernehmen“, berichtete der 33-Jährige. Klingt gut.

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Artikel Alexander Zambarloukos 29. Juni 2017 - 13:20 Uhr
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