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Gmundner kämpfen um Einzug in das Finale

GMUNDEN. Die Allianz Swans Gmunden gewannen in der Verlängerung das erste Spiel gegen den WBC Raiffeisen Wels 87:84 (73:73, 35:41).

Gmundner Lazarett kämpft um den Einzug in das Finale

Bei U20-Teamspieler Jozo Rados ist nach seiner Hüftverletzung und einer zweiten noch ausständigen Operation die weitere Karriere offen. Bild: pictorial/Filipovits

Die Allianz Swans Gmunden spielen seit Donnerstag das Halbfinale der Basketball-Bundesliga gegen Lokalrivalen WBC Raiffeisen Wels. Dass die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer heuer nach dem Erfolg im Supercup und dem Titelgewinn im Cup auch in der Meisterschaft überhaupt noch die Chance auf den Titel hat, grenzt an ein Wunder. Heuer hatten die Schwäne ein unsagbares Verletzungspech.

Vor der Saison 2010/2011 holten die Gmundner mit Jozo Rados das größte Center-Talent in Österreich aus Mistelbach an den Traunsee. Nicht nur auf Grund seiner 2,05 Meter wurde dem 18-Jährigen eine große Zukunft vorhergesagt. Rados war dann in der laufenden Saison aber das erste Verletzungsopfer bei den Gmundnern. Eine anatomische Seltenheit verursachte bei Rados Schmerzen in der Hüfte. Die Gelenkskugeln sind bei ihm oval ausgeformt und führten einseitig zu einem Riss des Labrums. Im Februar wurde Rados in St. Pölten operiert. Im Juni steht die nächste Operation an. „Der Eingriff ist optimal verlaufen und auch der Heilungsprozess lässt sich gut an“, sagte Gmunden-Manager Harald Stelzer, der trotzdem den Vertrag mit Rados auflöste. „Er kann bei optimalem Verlauf frühestens im Dezember wieder mit dem Sport beginnen. Selbst dann ist nicht gewährleistet, dass er wieder Spitzensport ausüben kann. Er bleibt trotzdem für uns ein Thema. Wichtiger ist aber, dass er wieder gesund wird und die Schule in Wien abschließt“, sagte Stelzer.

Poiger und Arnold operiert

Den Manager quälen aber auch andere Patienten im Team. Richard Poiger und Robert Arnold mussten zuletzt im Krankenhaus in Wels von Oberarzt Bernhard Kitzler am Knie operiert werden. „Es gibt überhaupt kaum Spieler, die heuer nicht verletzt waren“, sagte Stelzer. Sohn Thomas und Peter Hütter erlitten Nasenbeinbrüche. Kapitän Florian Schöninger kämpfte mit Knöchelproblemen und Dan Oppland und Sharaud Curry machten die Patella-Sehnen zu schaffen. Kein Wunder, dass bei diesem Krankheitsbild Enis Murati auch noch Herzrasen bekam. Dafür ist die Saison sportlich fast optimal verlaufen.

 

Drei Fragen an Nermin Adzamija

Trainer des HC Linz AG

Ein Sieg am Samstag gegen Bregenz ist Pflicht (20.20 Uhr), will der HC Linz AG das Halbfinale erreichen. Dafür müsste aber Innsbruck auch in Hard unterliegen.

1 Zuletzt gab es einige angeschlagene Spieler. Sind alle fit für das „Finale?“

Alle Mann sind an Bord, auch wenn Alex Hermann nach seinem Bänderriss nicht hundertprozentig fit ist.

2 Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass der HC Linz das Halbfinale erreicht?

Aus meiner Sicht sind sie intakt. Hard wird gegen Innsbruck alles geben, um Form für das Halbfinale aufzubauen. Mathematisch ist Innsbruck natürlich in der besseren Situation. Aber wer hätte vor ein paar Tagen gedacht, dass Barcelona und Real an Chelsea und den Bayern scheitern?

3 Mit Ende der Saison hören Sie als Trainer auf. Haben Sie Angst, dass Sie am Samstag das letzte Mal auf der Bank sitzen?

Natürlich kann das passieren. Aber ich gehe ja nicht von Bord, sondern bleibe dem Verein in irgendeiner Position erhalten. Fix ist für mich, dass wir uns das Halbfinale verdient hätten, wenn wir uns die Leistungen über die ganze Saison anschauen. (viel)

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Artikel Martin Derler/nachrichten.at 26. April 2012 - 21:46 Uhr
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