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Online-Abstimmung zu Ideen für Radregion Steyr-Kirchdorf

STEYR/KIRCHDORF. Drei Pläne im Rennen: Touristiker suchen Rezept für die "perfekte Radregion für alle" – von Straßen-Renner bis Mountainbike.

Online-Abstimmung zu Ideen für Radregion Steyr-Kirchdorf

Ein verstärktes Radl-Angebot soll mehr Gäste in dei Region bringen. Bild: Tourismusverband

"Wie sieht die perfekte Rad-Region aus?" – das sollen die Radler der Region Steyr-Kirchdorf jetzt online selbst sagen. Nach einem aufwändigen Innovationsprozess gehen drei Ideen ins Rennen, zugleich werden neue gesucht: Der Rückstand, den es aufzuholen gilt, ist gewaltig.

Touristisch hätte die neue Rad-Region mit ihrer Lage zwischen Wien und München alle Chancen: Das "Berg-Fluss-Erlebnis" soll in Verbindung mit bestehenden Projekten wie dem Downhillpark am Wurbauerkogel, der neuen Trans-Nationalpark-Route oder dem Steyrtal-Radweg neue Gäste bringen. In einem "Nature of Innovation"-Prozess mit der FH Steyr wurden bei Workshops mit Hoteliers, Rad-Händlern und vielen anderen Beteiligten die besten Ideen gesucht, diese wurden von mehr als 20 auf drei reduziert: "Wir haben gegenüber anderen zehn, 15 Jahre aufzuholen. Das geht nur mit einem perfekten Rad-Erlebnis für alle, vom radikalen Downhill-Fahrer über E-Biker bis zu den Rennrad-Fahrern, und letztlich sollen auch die Alltagsradler in der Region selbst davon profitieren", sagt Bernhard Huber, selbst Mountainbike-Guide und "Prozessmanager" des Rad-Projekts. Die drei vielversprechendsten Ideen im Finale sind jetzt das B€ach-Radeln, eine E-Bike-Musterregion oder die "Sicher am Rad"-App.

Beim Wortspiel Beach (Strand) und Bach sollen die vielen Flüsse und Bäche als Routen und Rastplätze für die Biker im Mittelpunkt stehen. "Vom Gleinkersee über den Stausee Klaus bis zu den zahllosen Bächen im Nationalpark Kalkalpen können sich die Radler jederzeit wo abkühlen oder einfach die traumhafte Stimmung am Ufer genießen", sagt Huber. Zur E-Bike- Musterregion sollen neue Ladestationen bei Gastronomie und Almhütten beitragen, dazu ein flächendeckendes Verleih-System und Fahrsicherheitstrainings. Die "Sicher am Rad"-App soll den Radlern eine einfache Möglichkeit bieten, Gefahrenstellen im Radwegenetz zu melden. Jetzt soll "die Crowd-Intelligenz" der Radler entscheiden: Auf fhooe.neurovation.net werden die Ideen vorgestellt und Radler zu Kommentaren und neuen Vorschlägen eingeladen.

1300 "Rad-Interessierte"

"Es behauptet ja keiner, dass wir alles bedacht haben – vielleicht gibt’s noch eine neue, tolle Idee, die wir aufgreifen können", sagt Andreas Kupfer, der mit seinem "Naturschauspiel" schon Massen von Gästen bewegt und jetzt auch den Innovationsprozess für die Radregion begleitet.

Ab 24. September werden Anregungen gesucht, einen Monat lang sollen auch mehr als 1300 "Rad-Interessierte" aus der Region Steyr-Kirchdorf daran mitarbeiten und die Abstimmung über die sozialen Medien weiterverbreiten.

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Artikel Peter Affenzeller 27. September 2018 - 00:04 Uhr
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