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Luxus kommt auf leisen Sohlen

Elektro-Unterstützung für den Range Rover und den Range Rover Sport – Bis zu 51 Kilometer rein elektrisch – 2:45 Stunden Ladezeit, bis der Akku voll ist.

Luxus kommt auf leisen Sohlen

Äußerlich unverändert, treibt ein E-Motor den Range Rover und den Range Rover Sport an: bis zu 136 km/h und 51 Kilometer weit. Bild: Landrover/Seger

Der schwarze Range Rover rutscht auf dem hochalpinen Güterweg quer dahin, verliert aber nie den Grip. Alle vier 22-Zöller drehen durch, Schnee wirbelt in die Höhe, der Brite beschleunigt kräftig. Ein paar Filmsequenzen im aktuellen James-Bond-Blockbuster "Spectre" später rast der Range Rover die Gletscherstraße in Sölden hinunter – gejagt von 007-Spion James Bond alias Daniel Craig in einem Propellerflugzeug.

Bond-Originale in Sölden

Zwei originale 007-Range-Rover aus dieser Szene, die Nummer 6 von sieben Propellermaschinen plus unzählige Requisiten aus dem "Spectre"-Spektakel locken seit kurzem Bond-Fans auf 3000 Meter in "007 Elements", in die atemberaubende Bond-Ausstellung in Sölden.

Just vor diesem Hintergrund präsentierte Landrover den endgültigen Einstieg in die Welt der E-Mobilität. Ein reiner E-Rangie? Da schweigen die Briten noch eisern. "Kein Kommentar", sagt dann auch Landrover-Österreich-Geschäftsführer Tom Hörmann. Mit dem Modelljahrgang 2019, der längst in den österreichischen Schauräumen parkt, hält die Plug-in-Hybrid-Technik Einzug in den Range Rover und den Range Rover Sport. 404 PS Systemleistung produzieren der 2,0-Liter-Vierzylinder der Ingenium-Reihe (300 PS) und der E-Motor (115 PS) gemeinsam. Und 640 Newtonmeter maximales Drehmoment. In 6,8 Sekunden erreichen beide Modelle aus dem Stand die 100-km/h-Marke. Der 13,1-kWh-Akku lässt sich dank des 7-kW-Onboard-Chargers in 2:45 Stunden aufladen (100 Prozent). 51 rein elektrische Kilometer (bis 136 km/h) schafft der mehr als zwei Tonnen schwere Brite – zumindest laut WLTP-Norm. Die reale Reichweite wird wohl zwischen 25 und 40 Kilometern liegen.

Auf den ersten OÖN-Testkilometern beeindruckten beide (technisch identen) Modelle. Völlig lautlos rollen der Range Rover und sein kleiner Bruder los, schaltet sich der Verbrenner dazu, geschieht dies nahezu unbemerkt vom Lenker. Wer die Leistung liefert – E-Motor oder Vierzylinder –, zeigt eine spezielle Grafik auf dem 12-Zoll-Touchscreen in der Mitte.

Leichtfüßiger Brite

Atemberaubend beschleunigt der zweigeteilte Antrieb den Range Rover. Fast möchte man sagen, der Brite aus Solihull sprintet leichtfüßig dahin. Offiziell stoßen der Range Rover und sein kleiner Bruder laut WLTP 72 Gramm CO2 pro Kilometer aus und verbrauchen 3,1 Liter Super. Die realen Werte liegen darüber, sagt selbst Landrover. Fakt ist aber: Weil Plug-in-Hybride in Österreich von der NoVA befreit sind, sind die Einstiegspreise für PHEV-Modelle vergleichsweise niedrig. Der Range Rover P400e kostet ab 121.000 Euro, der Range Rover Sport P400e SE ab 88.700 Euro. Die vergleichbaren Verbrenner-Modelle kosten ab 131.700 bzw. ab 86.200 Euro.

 

Range Rover: Die Neuerungen

Nicht nur den Antrieb änderten die Briten für den Modelljahrgang 2019, auch innen wurde der Range Rover aufgewertet. Die Sitzrahmen sind breiter und die Schäume härter. 24 Verstellmöglichkeiten und 25 Massageprogramme (Neu: Hot Stone) bieten die Sitze nun. Plus eine vergrößerte Beinfreiheit. Bis zu 17 Anschlüsse (Haushaltssteckdose, HDMI, USB und 12-Volt-Buchse) verteilen sich auf den Innenraum, in den WLAN-Hotspot können sich bis zu acht Geräte einwählen. Ebenso neu: Über eine Geste öffnet sich der elektrische Sonnenschutz im Dach. Die Innenraumluft wird mittels Ionisierung (Wasserteilchen in Nanogröße) gereinigt. Die Pixel-LED-Scheinwerfer sind blendfrei. Und der wasserdichte Active Key ersetzt beim Sporteln den herkömmlichen Funk-Schlüssel.

 

Plug-in-Hybrid-Modelle aus der Premium-Klasse

Mercedes GLC Coupé 350 e 4MATIC: 235 kW (320 PS), 34 km elektrische Reichweite, 2,5 l Mix-Verbrauch, 59 g/km CO2-Emission

 

Porsche Panamera 4 E-Hybrid: 340 kW (462 PS), 700 Nm, 51 km elektrische Reichweite, 2,5 l Mix-Verbrauch, 56 g/km CO2

 

Volvo XC90 T8 AWD: 303 + 87 PS, 32 bis 34 km elektrische Reichweite, 125 km/h Spitze (elektrisch), 2,6 l Mix-Verbrauch, 59 g/km CO2

BMW X5 xDrive45e: 290 kW (394 PS), 140 km/h rein elektrisch (vorher 120 km/h), 80 km Reichweite, 2,1 l Mix-Verbrauch, 49 g/km CO2

 

 

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Artikel Carsten Hebestreit 17. November 2018 - 00:04 Uhr
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