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Jeep Compass 2,0 Multijet: Der Compass zeigt die goldene Mitte

Der kleine Bruder des Jeep Cherokee überzeugt mit Vielseitigkeit und Vernunft.

Der Compass zeigt die goldene Mitte

Statt Macho-Kanten und Offroad-Look zeigt der Compass lieber eine sportlich-elegante Linie – trotzdem wirkt er größer, als er in Wirklichkeit ist. Bild: Jeep

Zwischen dem Einsteiger-Jeep Renegade und dem größeren Cherokee, klafft eine große Lücke. Diese hat die US-Tochter der Fiat-Chrysler-Ehe jetzt sehr elegant geschlossen. Der neue Jeep Compass zeigt eine goldene Mitte zwischen dem kleinen und dem großen Bruder. Beim Komfort und den vielen technischen Lösungen hat man sich dabei eher am größeren Cherokee orientiert. Und der Preis ist eine Kampfansage an die breit aufgestellte Konkurrenz.

Design: Der Jeep Compass schaut aus wie ein etwas verkleinerter Cherokee. Durch die wuchtige Front wirkt er größer, als er tatsächlich ist – mit 4,40 Meter Länge braucht er aber auch keinen größeren Parkplatz wie ein VW Golf. Die Ecken, die noch den inzwischen nicht mehr nach Europa gelieferten Patriot recht unverwechselbar machten, sind weg. Der Compass möchte optisch eher mit sportlicher Eleganz als mit Offroad-Robustheit überzeugen.

Innenraum: Beim Einsteigen in den Jeep Compass gibt es ein Aha-Erlebnis. Durch die großen Sitze, die gefälligen Materialien und das großzügig wirkende Platzangebot fühlt man sich wie in einem großen Geländewagen. Der große Touchscreen in der Mitte ist leicht bedienbar. Wer viele Fingerabdrücke auf dem Display vermeiden möchte, kann die wichtigsten Funktionen von den zahlreichen Tasten am und auf dem Lenkrad steuern.

Der Compass zeigt die goldene Mitte

Auch das Sprachprogramm arbeitet zuverlässig, wobei es komisch ist, mit einem Auto zu reden. Aber in Zeiten der Sprachassistenten Alexa, Siri und Co. wird es vermutlich nicht mehr lange dauern, bis wir wie selbstverständlich mit Gegenständen reden und verlangen, dass sie unsere Befehle ausführen.

Fahrwerk: Der Jeep Compass steht auf relativ strammen Wadeln, was sich recht gut anfühlt, weil er sich so auch sportlich bewegen lässt. Der Allradantrieb wird von der Elektronik nur dann aktiviert, wenn man ihn braucht. Für das Gelände, in dem ein Jeep so richtig Jeep sein darf, gibt es fünf deppensichere Fahrprogramme.

Der Compass zeigt die goldene Mitte

Motor: Der Zwei-Liter-Diesel im Testauto leistete 140 PS und 350 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das ist nicht übertrieben viel, aber ein vernünftiger Kompromiss. Im Schnitt brauchten wir etwas mehr als sieben Liter pro 100 Kilometer. Die Neun-Gang-Automatik wirkt vor allem im Stadtverkehr manchmal etwas hyperaktiv. Ein so drehmomentstarker Motor würde mit weniger Getriebeabstufungen vielleicht sogar besser zurechtkommen.

Fazit: Jeep hat mit dem Compass ein sehr gutes Preis-Leistungs-Paket geschnürt, das im trendigen Segment der kompakten Lifestyle-SUV viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.

Jeep Compass 2,0 Multijet

Preis: ab 26.890 Euro
OÖN-Testwagen 42.890 Euro

Motor: Vierzylinder Diesel, Commonrail-Einspritzung
Hubraum 1956 ccm
Leistung 103 kW (140 PS) bei 4000 U/min
max. Drehmoment 350 Nm bei 1750 U/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 5,1/6,6/5,7
OÖN-Test 7,1
Tank/Kraftstoffart 60 l, Diesel

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 148 g/km

Antrieb: Allrad Getriebe Neun-Gang-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 9,9 sec
Spitze 190 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4398/1819/1660 mm
Radstand 2636 mm
Leergewicht 1619 kg
Zuladung 516 kg
Kofferraum 438–1251 Liter
Anhängelast gebr. 1500 kg
ungebremst 525 kg

Garantie: 2 + 2 Jahre (max. 120.000 km)

Plus: Preis-Leistungs-Verhältnis, Offroad-Eigenschaften, kompakte Abmessungen

Minus: „hyperaktive“ Automatik

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Artikel Christoph Zöpfl 01. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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